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Sonstige

Sebastião Salgado. Exodus

Sonderausstellung 26. Juli bis 26. Oktober 2014

25.07.2014

Mit Sebastião Salgado. Exodus setzt das Focke-Museum nach zweijähriger Pause die Reihe der Sommer-Fotoausstellungen fort. 300 Schwarz-Weiß-Fotografien des brasilianischen Fotografen werden vom 26. Juli bis 26. Oktober erstmals in Bremen zu sehen sein.

Salgado arbeitete zunächst als Wirtschaftswissenschaftler, bevor er sich vor 40 Jahren als Fotograf selbstständig machte. Prägend für sein Schaffen ist sein großes soziales Engagement. Er fühlt sich mit den Schwachen der Gesellschaft verbunden und lenkt mit seinen Bildern den Blick auf ihre Lebensumstände. Salgado arbeitet an wechselnden Langzeitprojekten, deren Themen er selbst auswählt. Für den Fotozyklus Exodus reiste Salgado von 1993 bis 1999 in 40 verschiedene Länder, um das Schicksal von Flüchtlingen und die gesellschaftlichen Folgen der Migration zu dokumentieren. Seine eindrucksvollen Fotografien erzählen aufrüttelnde Geschichten aus den Krisenländern der Welt. "Dabei sind sie nie voyeuristisch, sondern voller Empathie für die Portraitierten. Salgado schafft es, selbst für bedrückende Situationen eine ästhetische Bildsprache zu finden", erklärt Dr. Karin Walter, Kuratorin der Ausstellung. Auch wenn die Fotos vor fast 20 Jahren entstanden sind, hat das Thema nicht an Aktualität verloren.

Salgado arbeitete für die Fotoagenturen Sygma, Gamma und war Vollmitglied der legendären Fotoagentur Magnum. Seit 20 Jahren vertritt die gemeinsam mit Lélia Wanick Salgado gegründete Agentur Amazonas images sein Werk exklusiv. Für seine fotografischen Langzeitprojekte reiste er in über 100 Länder und veröffentlichte seine Aufnahmen in zahlreichen Zeitschriften und Fotobüchern. Salgado erhielt verschiedene bedeutende Preise für seine fotografischen Leistungen und ist UNICEF Botschafter und Ehrenmitglied der amerikanischen Academy of Arts and Sciences. Weltweite Beachtung erhält gerade sein 2013 veröffentlichtes Fotoprojekt Genesis, für das Salgado unzerstörte Naturräume und im Einklang mit der Natur lebende indigene Völker fotografierte. Im Oktober kommt der Dokumentarfilm Das Salz der Erde in die deutschen Kinos. Der von seinem Sohn Juliano Ribeiro Salgado und Wim Wenders erstellte Film erhielt auf den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen in Cannes einen Spezialpreis. In der Ausstellung wird ein Trailer zu sehen sein.

Das Rahmenprogramm zur Ausstellung bietet Führungen, einen Vortrag von Prof. Peter Bialobrzeski, eine Lesung zu Flucht und Ankommen und einen Ferienkurs, in dem Jugendliche ihre eigene Fotodokumentation erstellen.

Die Ausstellung wurde organisiert und kuratiert von Lélia Wanick Salgado. Unterstützt wurde das Projekt von Kodak Professional, eine Abteilung der Eastman Kodak Company und Leica Camera.

Weitergehendes Material und Pressefotos erhalten Sie auf Anfrage.