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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Senatorin Anja Stahmann eröffnete Selbsthilfetage

06.09.2017
Sozialsenatorin Anja Stahmann
Sozialsenatorin Anja Stahmann

"Die beste Sozialpolitik kann die Kraft nicht ersetzen, die Betroffene sich gegenseitig geben können." Mit diesen Worten eröffnete Sozialsenatorin Anja Stahmann heute (Mittwoch, 6.9.2017) die 16. Bremer Selbsthilfetage in der Oberen Rathaushalle. "Die eigenen Erfahrungen mit anderen austauschen, erleben, dass man nicht allein ist, und dass andere einen Weg gefunden haben, mit einer ganz ähnlichen Situation zu leben – das ist eine Stärke, die der Staat mit all seinen Instrumenten nicht entwickeln kann. In diesem Sinne ist Selbsthilfe unersetzlich." Selbsthilfe funktioniere aber umgekehrt nicht ohne die sichere Grundlage "eines verlässlichen Sozialstaats und eines solidarischen Gesundheitssystems", sagte die Senatorin weiter. Das bedeute auch, dass die Selbsthilfe auf finanzielle Unterstützung durch den Staat angewiesen sei, "und ich bin überzeugt davon, dass unsere knappen Mittel hier gut eingesetzt sind".

16. Bremer Selbsthilfetage in der Oberen Rathaushalle
16. Bremer Selbsthilfetage in der Oberen Rathaushalle

Am Freitag und Sonnabend werden sich in der Unteren Rathaushalle über 50 Selbsthilfegruppen vorstellen – von rund 700, die im Land Bremen aktiv sind. Dabei werden die Vielfalt der Selbsthilfe und ihre Arbeitsweisen aufgezeigt. "Derzeit vollzieht sich in der Selbsthilfe ein allmählicher Wandel, Menschen zwischen 18 und 30 Jahren entdecken die Möglichkeiten der Selbsthilfe stärker für sich", sagte die Senatorin. Deshalb sei das Wort von der "jungen Selbsthilfe" inzwischen immer öfter zu hören. Dabei dürfe aber die Selbsthilfe unter Zuwanderern und älteren Menschen nicht aus dem Blick geraten.

Fotos: Pressereferat der Senatorin