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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Ein neuer Busbahnhof für Blumenthal

Barrierefreiheit, mehr Komfort, mehr Sicherheit und eine direkte Verbindung mit der S-Bahn steigern die Attraktivität im Öffentlichen Nahverkehr

29.10.2017

Nach anderthalb Jahren Bauzeit und einer Investition von knapp vier Millionen Euro konnte heute (Sonntag, 29.10.2017) der neue Busbahnhof in Bremen-Blumenthal im Rahmen eines Stadtteilfestes seiner Bestimmung übergeben werden. Mit der Umstellung des Fahrplans wird die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) den neuen Busbahnhof ab Montag, 30. Oktober anfahren.

"Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) verfügt in Bremen über ein erkennbares Nachfragepotential. Das haben wir bei der Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans für Bremen berücksichtigt. Mit gezielten Angebotsverbesserungen wie hier in Blumenthal bedanken wir uns auch bei denen, die den umweltfreundlichen ÖPNV bereits nutzen und sprechen gleichzeitig eine Einladung an alle aus: Nutzen Sie unseren ÖPNV und tragen Sie dadurch zur Weiterentwicklung und Stärkung der umweltfreundlichen Verkehrsmittel bei. Nach S-Bahn Anschluss und dem Neubau des Busbahnhofs Buschdeel freue ich mich auf einen weiteren wichtigen Baustein im öffentlichen Nahverkehrsnetz in Blumenthal", sagte Bau- und Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse anlässlich der Fertigstellung. "Das sich der Aufwand und die Beeinträchtigungen, die dieses umfangreiche Bauprojekt in den letzten Monaten mit sich gebracht haben, für uns alle gelohnt hat, zeigt auch der Empfang im Stadtteil Blumenthal mit einem Bürgerfest. Mein Dank gilt daher allen, die dies bis zu dem heute so festlichen Tag durch ihren Einsatz möglich gemacht haben", so Lohse weiter.

Verkehrsfreigabe mit Senator Lohse (v.r) und Ortsamtsleiter Novak (v.l.) und weiteren Akteuren der Ortspolitik
Verkehrsfreigabe mit Senator Lohse (v.r) und Ortsamtsleiter Novak (v.l.) und weiteren Akteuren der Ortspolitik

Der Raum für die Umgestaltung umfasst den Bereich der "alten" Busumsteigeanlage, Teilstücke der Landrat-Christians-Straße und der Lüssumer Straße, sowie dem Einmündungsbereich zur Fresenbergstraße. Der gesamte Bereich wurde barrierefrei gestaltet. Für den Radverkehr wurden neue Radwege angelegt und die Wegeführung in den Kreuzungsbereichen optimiert. Radfahrer queren die Kreuzungsbereiche, unterstützt durch eigene Ampelsignale, künftig in einem Zuge.

Für die Fahrgäste des ÖPNV verkürzt sich der Weg zum Bahnhof Blumenthal und zum Umsteigen ist die Querung der viel befahrenen Landrat-Christians-Straße künftig nicht mehr notwendig. Insbesondere dadurch steigen Sicherheit und Komfort. Für eine bessere Orientierung der Fahrgäste stehen die wartenden Busse künftig in Richtung des Fahrtziels. Auch die städtebauliche Komponente wurde bei den Planungen berücksichtigt. So ist das umgestaltete Areal auch ein Eingangsbereich in den Stadtteil Blumenthal.

Brigitte Piepter, Leiterin des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV), nutzte den Anlass, um sich bei allen Beteiligten und Mitwirkenden zu bedanken. "Ein so großes Projekt im innerstädtischen Raum umzusetzen verlangt allen viel ab. Ich freue mich deshalb insbesondere über den reibungslosen Ablauf und das gute Miteinander während der Bauzeit. Mein Dank richtet sich auch besonders an den Stadtteil, an die politischen Kräfte, an die bauausführenden Firmen und an die Bauverwaltung."

Die Gesamtkosten von 3.860.000 Euro werden nach dem Bremischen Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr zu 90 Prozent mit Bundesmitteln gefördert. Kostenrahmen und Bauzeit wurden eingehalten.