Sie sind hier:

Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Gesundheitsamt Bremen personell so gut aufgestellt wie nie zuvor

18.04.2023

Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz hat in der heutigen Sitzung der Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz das Personalzuwachskonzept sowie einen Zwischenbericht zur Umsetzung der Pakt-Ziele für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) vorgelegt. Das Gesundheitsamt Bremen hat derzeit so viele Vollzeitstellen, wie nie zuvor.

Die Zahl der besetzten Vollzeitstellen stieg in der aktuellen Legislaturperiode stetig von 103,7 (1. Dezember 2019) über 119,2 (1. Dezember 2020) und 144,8 (1. Dezember 2021) auf 175,5 (1. Dezember 2022). Am 1. Februar 2023 lag die Zahl der besetzten Vollzeitstellen bei 176,2. Bei einer Zielzahl von 176,9 Vollzeiteinheiten liegt somit die Quote unbesetzter Stellen im Gesundheitsamt Bremen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 8 Prozent unbesetzter Stellen im öffentlichen Gesundheitsdienst. "Unsere extra eingerichtete Task-Force-Personal hat eine herausragende Arbeit geleistet. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels haben wir es geschafft, die unbesetzten Stellen in unserem Gesundheitsamt zu besetzen und mit qualifizierten Köpfen unsere Ziele für den öffentlichen Gesundheitsdienst voran zu treiben", sagt Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz.

Grundlage für den Stellenaufwuchs bildet der sogenannte ÖGD-Pakt von Bund und Ländern, aus dem ein Großteil des Stellenaufwuchses finanziert wurde. Die Senatorin für Gesundheit hat daraufhin zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, deren Umsetzung konkret im Rahmen der Ende 2021 eingerichteten Task-Force-Personal (sowohl in der senatorischen Dienststelle als auch im Gesundheitsamt Bremen) in enger Abstimmung mit den Führungskräften und den Interessenvertretungen erarbeitet wurden und werden. Hierzu zählen vornehmlich die Beschleunigung von Stellenbesetzungsverfahren durch Schulungen der Führungskräfte, Standardisierungen von Entscheidungswegen und Muster-Verwaltungsvorgängen als auch die intensive Nutzung der insbesondere tarifrechtlichen Möglichkeiten der Personalgewinnung, -entwicklung und –bindung, sowie die Einrichtung eines Jobs & Karriere-Portals auf der Webseite des Ressorts, das in Kürze auch vom Gesundheitsamt Bremen übernommen werden wird.

Der Personalaufwuchs erfolgte bislang innerhalb der bisherigen Organisationsstrukturen. Dies hatte zur Folge, dass Organisationseinheiten, wie Abteilungen und Referate, stark angewachsen sind und eine Neuordnung erforderlich machen. Neben den bisherigen drei Fachabteilungen im Gesundheitsamt Bremen wird eine weitere Fachabteilung für Sozialpsychiatrie und Prävention eingerichtet. Hiermit wird das Ziel einer aufgabenkritischen Spezialisierung aber auch die Entschlackung von zu großen Organisationseinheiten verfolgt. Zudem sollen die fachärztliche Leitung sowie die gesamtärztliche Verantwortung im Gesundheitsamt gestärkt werden.

Durch die Schaffung weiterer Stellen im administrativen Bereich der Fachreferate und -abteilungen sollen Ärztinnen und Ärzte außerdem bei Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Darüber hinaus ist angedacht, einen Pool für Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs "Public Health" aufzubauen. Aufgrund ihrer universellen Ausbildung sind sie flexibel einsetzbar und können Vakanzen in unterschiedlichsten Bereichen – insbesondere in Krisensituationen – kompensieren.

Auch die Bereiche der Gesundheitsberichterstattung und die quartiersbezogene Gesundheitsförderung sollen weiter ausgebaut werden. Letztlich ist hier eine strukturelle, nachhaltige Förderung von Kooperationen zwischen den Gesundheitsämtern und universitären Forschungseinrichtungen sowie Vereinen und Initiativen, die die Gesundheit der Bremerinnen und Bremer stärken und fördern notwendig. "Die Erfahrung aus unserer Bremen gegen Corona-Kampagne hat gezeigt, wie wichtig dezentrale Strukturen auch im ÖGD sind. Daher ist die Vernetzung der Gesundheitsämter mit Akteuren aus den Stadtteilen besonders wichtig, um auch Bremerinnen und Bremer zu erreichen, die wir auf herkömmlichen Wegen bislang nicht beraten können", so Claudia Bernhard.

Hinsichtlich des Paktzieles der Digitalisierung konnten im Jahr 2022 Maßnahmen in Angriff genommen worden. Mit dem Förderleitfaden zur "Förderung von Maßnahmen zur Steigerung und Weiterentwicklung des digitalen Reifegrades des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland" des Bundesministeriums für Gesundheit stehen dem Land Bremen Fördermittel in Höhe von 2.858.013 Euro zu, um Modellprojekte zu fördern, die zur Verbesserung der Digitalisierung beitragen. "Wir müssen den ÖGD digital ausbauen. Die Pandemie hat gezeigt, dass unterschiedliche IT-Systeme und Dienstleister bei der Erfassung, Auswertung und Bereitstellung von Daten häufig mehr Arbeit verursachen, als Nutzen bringen. Daher ist es gut, dass wir in diesem Modellprojekt eine Digitalisierungsstrategie für das Land Bremen entwickeln und dafür wurden im vergangenen Jahr bereits die Weichen gestellt", sagt Claudia Bernhard.

Ansprechpartner für die Medien:
Lukas Fuhrmann, Pressesprecher der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: lukas.fuhrmann@gesundheit.bremen.de