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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Hochwasserschutzanlage Rablinghausen nach Umbau eröffnet

Erddeich wurde ausgebaut und um 80 Zentimeter erhöht

23.01.2026

In enger Zusammenarbeit haben der Bremische Deichverband am linken Weserufer und die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft den Deich in Rablinghausen auf einer Strecke von 1,8 Kilometern ausgebaut und erhöht. Die Maßnahme wurde im Rahmen der Umsetzung des 'Generalplans Küstenschutz' erfolgreich umgesetzt und am Freitag, 23. Januar 2026, von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Henrike Müller, dem Deichhauptmann Ralf Hagens und der Beiratssprecherin Edith Wangenheim feierlich eröffnet.


Eröffneten den umgebauten Deichabschnitt in Rablinghausen (v.l.): Stefan Markus, zweiter Deichhauptmann des Bremischen Deichverbands am linken Weserufer, Ralf Hagens, Deichhauptmann des Bremischen Deichverbands am linken Weserufer, die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Henrike Müller, Ortsamtsleiter Uwe Martin und Beiratssprecherin Edith Wangenheim.
Eröffneten den umgebauten Deichabschnitt in Rablinghausen (v.l.): Stefan Markus, zweiter Deichhauptmann des Bremischen Deichverbands am linken Weserufer, Ralf Hagens, Deichhauptmann des Bremischen Deichverbands am linken Weserufer, die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Henrike Müller, Ortsamtsleiter Uwe Martin und Beiratssprecherin Edith Wangenheim. Foto: Umweltressort

Dazu die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Henrike Müller: "Deiche schützen nicht nur Land – sie schützen vor allem Menschen. Als Stadt am Fluss steht Bremen in besonderer Verantwortung, wirksamen Schutz vor Sturmfluten und Hochwasser dauerhaft sicherzustellen, denn die Gefahren nehmen spürbar zu: Bei Sturmfluten drückt das Wasser bedingt durch den Ausbau der Weser der vergangenen Jahrzehnte weiter ins Landesinnere, Hochwasserereignisse häufen sich, und die globale Erwärmung in Verbindung mit dem steigenden Meeresspiegel verstärkt diese Entwicklung zusätzlich. Die Erneuerung und Erhöhung des Deiches in Rablinghausen ist eine vorausschauende Antwort auf diese Herausforderungen. Er steht für einen verlässlichen und nachhaltigen Hochwasserschutz und für die Verantwortung, die wir gegenüber den heutigen und kommenden Generationen tragen. Der 'Generalplan Küstenschutz' bietet dafür den verlässlichen Rahmen, den wir Schritt für Schritt umsetzen."

Der umgebaute Abschnitt erstreckt sich über eine Gesamtlänge von gut 1,80 Kilometer von der Straße Zum Lankenauer Höft über den Rablinghauser Deich und den Westerdeich. Unter anderem wurde die etwa 1.000 Meter lange Spundwand durch einen Erddeich ersetzt und der bereits vorhandene Erddeich auf rund 800 Meter Länge ausgebaut. Das war notwendig, weil der bisherige Hochwasserschutz nach dem länderübergreifenden Ausbauprogramm 'Generalplan Küstenschutz' an einigen Stellen eine Fehlhöhe von 80 Zentimetern aufwies, also 80 Zentimeter zu niedrig war, sogenanntes Unterbestick. Die Erhöhung als Klimaanpassungsmaßnahme gleicht diese Fehlhöhe aus und berücksichtigt in der Planung und Örtlichkeit den Anstieg des Meeresspiegels vor dem Hintergrund der Klimakrise, sodass der Deich falls nötig um weitere 75 Zentimeter erhöht werden kann.

Der Deich in Rablinghausen wurde auf einer Strecke von 1,8 Kilometern ausgebaut und erhöht.
Der Deich in Rablinghausen wurde auf einer Strecke von 1,8 Kilometern ausgebaut und erhöht. Foto: Deichverband/Jens Lehmkühler

Dreijährige Bauzeit

Nach den Planungsphasen und dem Genehmigungsverfahren in Trägerschaft des Deichverbandes folgten ab 2022 bauvorbereitende Maßnahmen, wie der Rückbau von mehr als 50 Kleingartenparzellen. Für den neuen Erddeich war eine Verbreiterung der Deichanlage in das Deichvorland notwendig. Diese Art Deich ist bautechnisch leichter zu erhöhen und effizient. Die Erdbauarbeiten starteten im Jahr 2023 und konnten innerhalb der geplanten Bauzeit im Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen werden. Dabei wurden zunächst insgesamt gut zwei Kilometer Baustraße hergestellt, um die rund 75.000 Kubikmeter Deichbaustoffe anliefern und vor Ort einbauen zu können.

Die Verwendung von Baggergut aus der Hafenunterhaltung stellt eine besonders nachhaltige Kreislauf-Lösung dar, da sie einen ressourcenschonenden Bodenschutz ermöglicht.

"Um die umfangreichen Bodentransporte für die direkt betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner möglichst lärmarm und verkehrsschonend zu gestalten, wurden die Baufahrzeuge und Lieferungen über das Hafengebiet des Neustädter Hafens geführt. Der Stadtteil Woltmershausen konnte dadurch stark entlastet werden. Mit dem Erddeich wird ein nachhaltiger und zukunftsweisender Hochwasserschutz sichergestellt, der sich sehr gut in das Stadtbild und die weitläufigen Grünanlagen einfügt", so Ralf Hagens, Deichhauptmann am linken Weserufer.

Aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz investieren das Land Bremen und die Bundesrepublik Deutschland rund 10,2 Millionen Euro über den 'Generalplan Küstenschutz' – Teil 1 in den Deichbau in Rablinghausen. Das Ressort der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft erarbeitete mit dem Land Niedersachsen den gemeinsamen 'Generalplan Küstenschutz' sowie das daraus resultierende Bauprogramm. In der Umsetzung der Projekte nimmt es die Funktion als Genehmigungs- und Zuwendungsbehörde wahr und stellt die entsprechenden Finanzmittel bereit.

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Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de