Bürgermeister und Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte war in den vergangenen zwei Tagen (Mittwoch, 4. und Donnerstag, 5. Februar 2026) zu seiner ersten Auslandsreise als Bundesratspräsident in den Niederlanden. Die Reise stand im Zeichen der Pflege und weiteren Vertiefung der deutsch-niederländischen Beziehungen. In allen Gesprächen lag der Fokus auf den gemeinsamen europäischen Werten: Demokratie, Meinungsfreiheit und Achtung der Menschrechte, die es gegen den wachsenden Rechtspopulismus zu verteidigen gilt. Neben dem politischen Austausch spielte insbesondere die wirtschaftliche Zusammenarbeit eine zentrale Rolle, vor allem in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie sowie maritime Infrastruktur.
Bürgermeister Bovenschulte wurde von einer Bremer Wirtschaftsdelegation begleitet. Dieser gehörten auch Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, der Präses der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, André Grobien, sowie Honorarkonsul Cornelius Neumann-Redlin an.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte betonte zum Abschluss: "Dass mich meine erste Reise als Bundesratspräsident in die Niederlande geführt hat, war kein Zufall. Unserer beiden Länder verbindet eine besonders enge Zusammenarbeit – politisch, wirtschaftlich und im Rahmen der Europäischen Union. Die Niederlande zählen zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands und sind ein zentraler Partner für die europäische Integration." Der Austausch vor Ort sei ausgesprochen wertvoll. Er habe intensive Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Parlaments, mit dem Premierminister sowie mit dem König geführt: "Dabei wurde deutlich: Deutschland und die Niederlande verstehen ihre Partnerschaft als Kern europäischer Zusammenarbeit. Ich freue mich, mit meinem Besuch einen weiteren Beitrag zur Vertiefung dieser engen Beziehungen geleistet zu haben."
Am Mittwoch wurde Bundesratspräsident Bovenschulte vom niederländischen König Willem-Alexander zu einer Audienz empfangen. "Wie machen wir Europa gemeinsam stark? Eins ist im gemeinsamen Gespräch deutlich geworden: Eine enge Freundschaft zwischen den Niederlanden und Deutschland ist eine unverzichtbare Voraussetzung dafür", so Bovenschulte im Anschluss an das Treffen.
Im Anschluss traf er seine Amtskollegin, die Vorsitzende der Ersten Kammer der Generalstaaten Mei Li Vos, und den Vorsitzenden der Zweiten Kammer, Thom van Campen, sowie weitere Mitglieder beider Parlamentskammern. Auch ein Besuch des Internationalen Gerichtshofs stand auf dem Programm. Am Donnerstag sprach Bovenschulte zudem mit Ministerpräsident Dick Schoof.
Gemeinsam mit Senatorin Kristina Vogt und der Wirtschaftsdelegation besuchte der Bürgermeister den NL Space Campus und das Europäische Weltraumforschungs- und Technologiezentrum ESA ESTEC.
Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt: "Bremen und die Region Zuid-Holland arbeiten bereits seit 2019 im Bereich Raumfahrt zusammen, getragen von starken Netzwerken wie Aviaspace Bremen e.V. und SpaceNed. Mit dem Regionalminster Meindert Stolk habe ich vereinbart, diese 2026 auslaufende Kooperation nicht nur fortzuführen, sondern weiterzuentwickeln und zu verlängern. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden während der Delegationsreise mehrere erfolgreiche Vorhaben vorgestellt. Das Format 'Connecting the Curious' vernetzt seit vier Jahren junge Talente und Start-ups, während die 'Golden Reel Challenge' Nachwuchskräfte gezielt mit Bremer Unternehmen zusammenbringt. Mit der Initiative 'Digital Twin of the Moon' wird zudem an erfolgreiche Digitalisierungsprojekte angeknüpft und ein mehrjähriger Aktionsplan verfolgt. So wachsen starke europäische Partnerschaften und Europa wird unabhängiger in wichtigen Schlüsseltechnologien. Jetzt geht es darum, die Zusammenarbeit weiterzuentwickeln, neue Projekte anzustoßen und zusätzliche Partner einzubinden. Neben der Raumfahrt werden wir die thematischen Schwerpunkte der Kooperation künftig gezielt erweitern und insbesondere die Zusammenarbeit im Bereich Drohnen und UAS stärken. Denn die enge Vernetzung starker Aerospace- und Raumfahrtregionen wie Zuid-Holland und Bremen ist die Grundlage für wirtschaftliche Impulse und Innovationen in Europa. Gerade vor diesem Hintergrund war die Reise wichtig und kam zum richtigen Zeitpunkt, um die nächste Phase der Zusammenarbeit vorzubereiten. Bis zur Space Tech Expo Europe im November werden wir gemeinsam die Agenda für die kommenden Jahre erarbeiten und die erweiterte Kooperation dort offiziell verlängern."
Bürgermeister Bovenschulte ergänzt: "Raumfahrt verbindet Bremen und die Niederlande seit Jahren in besonderer Weise – das wird am ESA-Standort in Noordwijk besonders deutlich. Mich hat beeindruckt zu sehen, wie konkret Bremer Akteure hier in Projekte eingebunden sind und welchen sichtbaren Beitrag sie leisten. Hier zeigen sich Spitzenforschung und industrielle Kompetenz auf höchstem Niveau – und zugleich, wie eng unsere Zusammenarbeit im Bereich Raumfahrt tatsächlich ist." Genau das schaffe Arbeit in Bremen, Deutschland und Europa. "Diese Partnerschaften stärken nicht nur unsere Wirtschaftskraft, sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur europäischen Einigkeit", betonte der Bürgermeister abschließend.
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