Neubau der WKL-Halle und Modernisierung der universitären Stromversorgung
10.02.2026Im Zuge des Investitionssofortprogramms hat der Bremer Senat am Dienstag, 10. Februar 2026, die Investitionsmaßnahmen für die Sanierung der Stromversorgung der Universität Bremen sowie für den Ersatzbau der WKL‑Halle der Hochschule Bremen beschlossen. Zusätzlich sind die Finanzierung des Neubaus des Leibniz Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) sowie die Sanierung des Scharoun‑Bau (DSM) vorgesehen. Der Scharoun-Bau wurde wegen besonders hoher Dringlichkeit vom Senat bereits im Dezember beschlossen. 31 Millionen Euro werden dafür in Bremerhaven investiert.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Wir halten Wort und investieren in die Infrastruktur unserer Hochschulen und Forschungseinrichtungen und damit in die Zukunft des Landes Bremen. Denn auch für die gilt: Eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur ist die elementare Voraussetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu sichern."
Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Die Investitionsbedarfe für die Wissenschafts-Infrastruktur sind riesig, nun können erste dringliche Projekte umgesetzt werden. Mit diesen gezielten Investitionen sichern wir nicht nur die Funktionsfähigkeit unserer Hochschulen, sondern leisten einen Beitrag zur Klimaneutralität und zur Sicherheit der Forschungslandschaft in Bremen."
Finanzsenator Björn Fecker: "Das Land Bremen profitiert in mehrfacher Hinsicht von einem starken Wissenschaftsstandort. Der Senat wird weiterhin verlässlicher Partner unserer Hochschulen im Land Bremen bleiben. Deswegen investieren wir in die Infrastruktur und haben die finanziellen Rahmenbedingungen im Wissenschaftsbereich für die zukünftigen Haushalte verlässlich eingeplant."
Die Gebäude und technische Infrastruktur der Universität Bremen stammen aus den Gründungsjahren. Eine gezielte Moderisierung ist dringend notwendig. Kurzschlüsse und Stromausfälle an der Universität gefährden den Betrieb und die Funktionsfähigkeit. Durch die Erneuerung der Stromversorgung werden diese Risiken reduziert und zugleich Voraussetzungen für eine deutlich höhere Energieeffizienz sowie langfristige Einsparpotenziale geschaffen. Auch externe Forschungsinstitute, die an die Energieinfrastruktur angebunden sind, werden in der Planung berücksichtigt.
Die Investition von insgesamt 17,99 Millionen Euro, wovon 15 Millionen Euro aus den Mitteln des Länder‑ und Kommunal‑Infrastrukturfinanzierungsgesetzes (LuKIFG) stammen, leisten einen wesentlichen Beitrag zum dauerhaften Wert und Funktionserhalt der öffentlichen Gebäude und ermöglichen den Ausbau einer leistungsfähigen, zukunftsorientierten Infrastruktur. Damit schafft Bremen auch für die Zukunft verlässliche Rahmenbedingungen für Forschung, Lehre und Innovation.
Eine leistungsfähige und sichere Energieversorgung ist eine Voraussetzung für einen störungsfreien Forschungs- und Studienbetrieb. Sie trägt maßgeblich dazu bei, die Attraktivität der Universität Bremen für Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Lehrkräfte aus aller Welt weiter zu steigern und stärkt damit nachhaltig das Land Bremen als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort.
Die WKL-Halle der Hochschule Bremen (Baujahr 1962) bildet seit Jahrzehnten einen zentralen Baustein für Lehre, Forschung und Transfer. Sie wird von zwei Fakultäten sowie mehreren ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen intensiv für Versuchsstände und Labore genutzt. Der bauliche Zustand ist jedoch altersbedingt stark mangelhaft. Die Bausubstanz enthält Asbest und andere Schadstoffe. Vor diesem Hintergrund sowie der heutigen baulichen, technischen und energetischen Anforderungen ist ein Ersatzneubau erforderlich. Dieser Schritt bietet die Chance, die bisherige Nutzung in einem modernen, leistungsfähigen Gebäude neu zu gestalten und die räumlichen, funktionalen und energetischen Qualitäten konsequent an aktuelle Standards anzugleichen.
Ein Ersatzneubau mit einem Investitionsvermögen von circa 27 Millionen Euro stellt dabei die wirtschaftlich und nachhaltig sinnvollste Option dar. Er ermöglicht eine deutlich verbesserte Energieeffizienz, niedrigere Betriebs- und Folgekosten. Gleichzeitig schafft er optimale Rahmenbedingungen für moderne Forschung und Lehre am Standort Neustadtwall.
Nach Fertigstellung des Neubaus wird die bestehende Halle aus dem Lehr- und Forschungsbetrieb genommen und nach Möglichkeit sinnvoll als Lagerfläche weitergenutzt. Mit der Investition wird der Hochschulbetrieb langfristig gesichert und die Hochschule Bremen nachhaltig als attraktiver Studien- und Forschungsstandort sowie als wichtiger Akteur in der Ausbildung qualifizierter Fachkräfte gestärkt.
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