Bremen liefert zentrale Technologie
12.02.2026Mit dem erfolgreichen Start der Ariane 6 in der Konfiguration Ariane 64 mit vier Feststoff-Boostern hat Europa einen weiteren Schritt zur Sicherung seines eigenständigen Zugangs zum All gemacht. Die Rakete brachte 32 Satelliten für das Amazon-Projekt "Kuiper" in eine niedrige Erdumlaufbahn. Startort war der europäische Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana. Die Ariane 6 wird in zwei Varianten gebaut, als Ariane 62 mit zwei Boostern und als Ariane 64 mit vier Boostern, die zusätzliche Schubkraft liefern und den Transport schwererer Nutzlasten ermöglichen.
Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Kristina Vogt erklärt: "Ich gratuliere der ArianeGroup und allen beteiligten Teams zum erfolgreichen Erststart der Ariane 64. Dieser Flug zeigt, dass Europa wieder über eine leistungsfähige und verlässliche Trägerrakete verfügt. Bremen trägt mit der hier entwickelten und gebauten Oberstufe maßgeblich zu diesem Erfolg bei. Das stärkt unseren Standort und die europäische Raumfahrt insgesamt."
Die Ariane 64 ist die leistungsstärkere Variante der Ariane 6. Die Oberstufe der Rakete wird von ArianeGroup in Bremen entwickelt und gefertigt. Sie ermöglicht durch ihr wiederzündbares Vinci-Triebwerk flexible Missionen und präzise Aussetzungen der Satelliten im Orbit. Die Oberstufe ist so konzipiert, dass sie nach dem Einsatz komplett in der Erdatmosphäre verglüht, also keine Trümmerteile hinterlässt. Das ist eine wichtige Maßnahme, um Weltraumschrott zu vermeiden. Für Bremen unterstreicht der Start die Rolle des Standorts als zentrales industrielles Zentrum der europäischen Raumfahrt.
Ansprechpartner für die Medien:
Christoph Sonnenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wht.bremen.de