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FHB und EWE verlängern Konsortialvereinbarung

16.02.2026

Die beiden Gesellschafter der swb AG, die Freie Hansestadt Bremen (FHB) und die Oldenburger EWE AG, haben heute (Montag, 16. Februar 2026) die Konsortialvereinbarung verlängert und modernisiert. Damit wird sichergestellt, dass der Unternehmenssitz und wesentliche Standorte sowie die operativen Geschäftstätigkeiten der swb mindestens bis Ende 2031 in Bremen und Bremerhaven erhalten bleiben. Dies ist eine gute Nachricht für das Land Bremen und die swb. Bisher waren die Standorte in Bremen und Bremerhaven gemäß der zuletzt 2017 verlängerten Vereinbarung nur noch bis Ende 2025 explizit gesichert.

Die Zusage für die weiteren Jahre beinhaltet auch ein besseres Zusammenwirken mit dem Mutterkonzern EWE und seiner Tochter swb. Die Details dazu werden gerade in den Gesellschaften erarbeitet. Betriebsbedingte Kündigungen bei der swb sollen, ergänzend zu den Standortgarantien – ähnliche wie im gesamten EWE-Konzern –, ausgeschlossen bleiben.

Daneben soll nun auch der Weg für eine vertiefte Zusammenarbeit bei der Energie- und Wärmewende zwischen swb AG und FHB geebnet werden. Die Vereinbarung basiert auf einem gemeinsamen Eckpunktepapier aus dem Sommer 2025, das Vorschläge zu Beteiligungs- und Kooperationsoptionen sowie zum weiteren Verfahren enthält. Zwischen den drei Parteien soll die Kooperation ausgebaut werden, unter anderem beim Ausbau der leitungsgebundenen Wärmeversorgung, bei öffentlichen Gebäuden und bei strategischen Energiefragen. Dafür soll ein strategischer Beirat eingerichtet werden, um eine kontinuierliche enge Abstimmung sicherzustellen. Zudem bekräftigt die FHB ihre Bereitschaft zu prüfen, ob und wie im Rahmen der angestrebten Vereinbarungen ein stärkeres finanzielles Engagement an der Energiewende möglich ist.

Die EWE erwarb 2009 die Mehrheit der swb-Anteile. Das Land Bremen hält weiterhin die sogenannte eine "goldene Aktie" am Unternehmen und behält über den Konsortialvertrag einen Sitz im Aufsichtsrat der swb AG. Aus der Zeit der Übernahme 2009 resultieren auch die Ursprünge der Garantien aus dieser heute verlängerten Konsortialvereinbarung. Die Konsortialvereinbarung sollte, damals wie heute, den Bestand des Unternehmens in Bremen sichern und Arbeitsplätze erhalten. Zwischenzeitlich wurde der Vertrag regelmäßig überprüft und angepasst, was bei solchen Laufzeiten üblich ist.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Die Verlängerung der Konsortialvereinbarung stellt sicher, dass die EWE nicht nur den Unternehmenssitz der swb, sondern auch die Arbeitsplätze in Bremen erhält. Das ist eine gute Nachricht für die Stadt, vor allem aber für die Beschäftigten und ihre Familien."

Björn Fecker, Senator für Finanzen: "Die Verlängerung des Konsortialvertrages schafft für beide Seiten eine gute Perspektive, die erforderliche Energiewende gemeinsam zu bewerkstelligen. Bei der Wärmeversorgung öffentlicher Gebäude müssen wir weg von fossilen Energien. Dabei spielt auch Fernwärme eine tragende Rolle. Umso wichtiger ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, damit die nötigen Investitionen in den Ausbau des Fernwärmenetzes erfolgen."

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation: "Die Verlängerung ist ein gutes Signal für Bremen und für die swb. Sie gibt Sicherheit für die Standorte, für die Beschäftigten und für eine verlässliche Energieversorgung. In den Gesprächen wurde deutlich, dass die Energiewende nur gemeinsam gelingt. Dafür brauchen wir starke Partner, Vertrauen und den Willen, Dinge wirklich voranzubringen. Wenn wir das ernsthaft anpacken, wird die Energiewende zu einem echten Standortvorteil mit guten Arbeitsplätzen sowie neuen Ideen und Innovationen im Energiesektor. Jetzt kommt es darauf an, diesen Weg konsequent weiterzugehen und die vereinbarten Schritte zügig umzusetzen."

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Die Verlängerung der Konsortialvereinbarung ist ein wichtiger Schritt für Bremens Weg zu einer sauberen und verlässlichen Energieversorgung. Gerade beim Heizen spüren die Menschen ganz konkret, ob Klimaschutz im Alltag funktioniert und bezahlbar bleibt. Gemeinsam mit swb und EWE treiben wir den Ausbau von Fernwärme und erneuerbaren Energien voran, um Wohnungen klimafreundlicher zu beheizen und langfristig Kosten zu senken. Das schützt Umwelt und Klima und gibt den Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit für die Zukunft. So gestalten wir eine Energiewende, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, Verantwortung für kommende Generationen übernimmt und gleichzeitig gute Arbeitsplätze sowie einen starken Wirtschaftsstandort Bremen sichert."

Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG: "Mit der Verlängerung und Modernisierung der Konsortialvereinbarung bekennen sich EWE und die Freie Hansestadt Bremen klar zu einer langfristigen Partnerschaft für eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Energieversorgung. Wir investieren gemeinsam in die Zukunft Bremens – in leistungsfähige Netze, in den Ausbau der Fernwärme und in neue Anwendungen für erneuerbare Energien. Damit stärken wir nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern schaffen auch die infrastrukturellen Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und Klimaneutralität im Norden. Bremen ist dabei ein zentraler Baustein unserer Konzernstrategie. Allein über swb planen wir in den kommenden zehn Jahren Investitionen von rund drei Milliarden Euro in Bremen und Bremerhaven – deutlich mehr als bisher und mit einem klaren Fokus auf Zukunftsfähigkeit und regionale Resilienz."

Gunnar Geise, Vorstand Finanzen und Personal der swb AG: "Die modernisierte Konsortialvereinbarung gibt der swb langfristige Planungssicherheit, stärkt uns als Energieversorger mit klarer Verantwortung für Bremen und Bremerhaven und verbindet diese große regionale Verankerung von swb mit den finanziellen und strategischen Stärken des EWE-Konzerns. Für unsere Beschäftigten ist das ein wichtiges Signal: Arbeitsplätze, Wertschöpfung und zentrale Geschäftsfelder bleiben dauerhaft an unseren Standorten. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen, um die Energie- und Wärmewende gemeinsam mit der Stadt entschlossen voranzubringen. Gerade beim Ausbau der leitungsgebundenen Wärme und der Netzinfrastruktur zeigt sich, wie wichtig enge Abstimmung, transparente Planung und langfristige Verlässlichkeit sind – dafür steht diese Vereinbarung."

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