Land rechnet mit Kosten von rund 110 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren.
16.02.2026Der Tarifabschluss für die Beschäftigten des Landes Bremen in der Kernverwaltung verursacht im Jahr 2026 Kosten in Höhe von rund 11,4 Millionen Euro. Für 2027 rechnet das Finanzressort mit rund 24,5 Millionen Euro und für 2028 mit rund 32,1 Millionen Euro. Für Sonderhaushalte und Eigenbetriebe sowie Anstalten und Stiftungen öffentlichen Rechts belaufen sich die Auswirkungen auf rund 7 Millionen Euro in 2026, rund 15 Millionen Euro in 2027 und rund 19,6 Millionen Euro in 2028. Profitieren werden davon rund 17.500 (darunter rund 840 Auszubildende) angestellte Tarifbeschäftigte des Landes etwa bei den Hochschulen, in der Verwaltung oder auch an Schulen und im Rettungsdienst.
Finanzsenator Björn Fecker: "Dieser Tarifabschluss ist mit Blick auf die angespannte Haushaltslage ein gerade noch vertretbarer Kompromiss. Für den Landeshaushalt wird das mitten im Sanierungsprogramm ein Kraftakt. Gleichwohl haben sich die Beschäftigten des Landes diese Erhöhung mit ihrer engagierten und unverzichtbaren Arbeit verdient. Schließlich müssen auch sie die Folgen der Inflation verkraften. Mit diesem Abschluss ist unsere Vorsorge aufgebraucht."
Zu den Auswirkungen des Tarifabschlusses auf die Beamtenbesoldung erklärt der Finanzsenator mit Blick darauf, dass der Abschluss den finanziellen Spielraum des Landes in den kommenden Jahren weiter einschränken wird: "Der Senat wird eine systemgerechte Übertragung des Tarifergebnisses auf die Besoldung und Versorgung von Beamtinnen und Beamten prüfen. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen, weil auch die Folgen des Bundesverfassungsgericht-Urteils zur amtsangemessenen Alimentation berücksichtigt werden müssen."
Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 27 Monaten, bis zum 31. Januar 2028. Die Beschäftigten erhalten in drei Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Gehalt. Zum 1. April 2026 ist eine Tariferhöhung um 2,8 Prozent, mindestens aber 100 Euro vorgesehen. Eine weitere Anhebung um zwei Prozent ist zum 1. März 2027 vereinbart, ehe es zum 1. Januar 2028 noch einmal ein Prozent gibt. Die Ausbildungsentgelte erhöhen sich schrittweise um insgesamt 150 Euro – mit Festbeträgen von jeweils 60 Euro in 2026 und 2027 sowie 30 Euro in 2028. Im Tarifabschluss wurden auch höhere Schichtzulagen verständigt. So wird die Zulage für ständige Wechselschichtarbeit auf 200 Euro monatlich angehoben, für ständige Schichtarbeit auf 100 Euro pro Monat. Studentische Hilfskräfte erhalten ab dem Sommersemester 2026 ein Stundenentgelt von mindestens 15,20 Euro (zuvor 13,98 Euro) und ab dem Sommersemester 2027 mindestens 15,90 Euro für jede vertraglich vereinbarte Arbeitsstunde.
Ansprechpartner für die Medien:
Matthias Makosch, Pressesprecher beim Senator für Finanzen, Tel.: (0421) 361-94168, E-Mail: matthias.makosch@finanzen.bremen.de