Am morgigen Freitag (6. März 2026) kommt der Bundesrat zu seiner 1062. Sitzung zusammen. Die "Bremer Bank" wird dann gut gefüllt sein: Für die Freie Hansestadt Bremen nehmen der Präsident des Senats, Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Finanzsenator Björn Fecker, Senatorin Claudia Schilling, Senatorin Eva Högl, Senatorin Özlem Ünsal sowie die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Staatsrätin Nancy Böhning, teil.
Aus Bremer Sicht sind besonders hervorzuheben:
Der Bundesrat wird auch einige EU-Vorlagen beraten, darunter auch die Vorhaben der EU-Kommission zur Errichtung eines "Europäischen Schutzschild für die Demokratie", mit dem die EU ihre Demokratien gegen Desinformation, ausländische Einflussnahme und hybride Bedrohungen stärken will (TOP 27). Die Vorschläge konzentrieren sich dabei auf drei Schwerpunkte: 1. Verbesserung des Lagebewusstseins und Unterstützung der Reaktionsfähigkeit zur Wahrung der Integrität des Informationsraums; 2. Stärkung der demokratischen Institutionen, freier und fairer Wahlen sowie freier und unabhängiger Medien und 3. Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz und des Engagements der Bürgerinnen und Bürger. Bremen hatte sich in den Ausschussberatungen aktiv für die Stärkung des Demokratieschutzschildes eingesetzt. Bürgermeister Bovenschulte hat zu dem TOP eine Rede angekündigt.
Rund 45 Punkte stehen auf der Tagesordnung der Sitzung, darunter das so genannte Kritis-Dachgesetz (TOP 2), mit dem die Resilienz kritischer Infrastruktur gestärkt werden soll. Das Gesetz verpflichtet Unternehmen in zehn strategisch wichtigen Sektoren, wie Energie, Ernährung, Wasser, Gesundheit, Transport und Verkehr zu einem besseren physischen Schutz ihrer Anlagen. Es legt fest, welche Infrastruktureinrichtungen für die Versorgung der Bevölkerung und zur Aufrechterhaltung der Wirtschaft unentbehrlich sind. Der Bundesrat hatte den Gesetzentwurf in seiner ausführlichen Stellungnahme im vergangenen November kritisiert. Die gebotene Erhöhung der Resilienz bliebe deutlich hinter den Erwartungen der Länder zurück und liefe Gefahr, nicht bundeseinheitlich erreicht zu werden, monierte die Länderkammer unter anderem. Der Bundesrat kritisierte auch, dass Rechtsverordnungen zur Regelung von Detailfragen ohne Zustimmung des Bundesrates erlassen werden könnten, obwohl den Ländern erhebliche Aufwände und Kosten entstehen würden. Senatorin Högl hat zu dem TOP eine Rede angekündigt.
Die vollständige Tagesordnung finden sie unter: www.bundesrat.de
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Veit Swoboda, Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa, Tel.: (030) 26930-34950, E-Mail: veit.swoboda@lvhb.bremen.de