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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Mehr Grün für den Bremer Güterbahnhof

Innenhof wird klimaresilient umgestaltet

10.03.2026

Der Innenhof des Bremer Güterbahnhofs soll in den kommenden Jahren deutlich grüner und damit zum Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung werden. Durch Entsiegelung und neue Begrünung entsteht auf dem Gelände im Herzen der Stadt ein kleines Mikroökosystem, das Hitze reduziert, Regenwasser speichert und die Artenvielfalt stärkt. Die Maßnahme wird durch einen erfolgreichen Projektantrag im bundesweiten "Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz" sowie eine Kofinanzierung der Stadt Bremen ermöglicht.

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Mit der Umgestaltung zeigen wir mitten in der Stadt, wie natürlicher Klimaschutz praktisch aussehen kann. Mehr Grün, weniger versiegelte Flächen und ein kluger Umgang mit Regenwasser verbessern das Stadtklima, fördern die Artenvielfalt und machen den Güterbahnhof noch attraktiver für Kultur und Begegnung."

Das Projekt wurde vom Verein Güterbahnhof Bremen – Areal für Kunst und Kultur e.V. initiiert, der das Gelände seit 1997 als lebendigen Raum für zeitgenössische Kunst, Musik und Kreativität belebt. Seit 2015 engagiert sich die Initiative AG Hofgrün ehrenamtlich für die ökologische Aufwertung des Geländes. Durch die Förderung werden nun erstmals eine großflächige Entsiegelung und Bepflanzung ermöglicht. Mit der Umgestaltung wird ein Beitrag zu den bremischen Zielen in den Bereichen Klimaschutz, Biodiversität sowie Schwammstadt geleistet. Das Projekt wir unterstützt von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, dem Senator für Kultur, der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation sowie der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB).

Der Innenhof des Güterbahnhofs umfasst rund 7.000 Quadratmeter und ist bislang stark versiegelt. Etwa 1.000 Quadratmeter werden künftig entsiegelt und begrünt. Regenwasser von angrenzenden Dachflächen soll dort versickern und für die Bewässerung genutzt werden. So kann die Fläche bei Starkregen mehr Wasser aufnehmen und gleichzeitig in Hitzeperioden zur Kühlung beitragen.

Senatorin Müller: "Innerhalb der zweijährigen Projektlaufzeit soll der Innenhof zu einem Modellraum für eine klimaangepasste und kulturell geprägte Stadtentwicklung transformiert werden. Im Mittelpunkt steht dabei die besondere Verbindung von ökologischer Wirksamkeit, sozialer Teilhabe und künstlerischer Ausdruckskraft."

Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 700.000 Euro, etwa 80 Prozent werden vom Bund gefördert. Bremen beteiligt sich über Mittel aus dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) mit rund 130.000 Euro. Der Bremer Senat hat am heutigen Dienstag (10. März 2026) beschlossen, aus dem Investitionssofortprogramm den Co-Finanzierungsanteil für Projekte im "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz bereitzustellen. Weitere Eigenmittel kommen aus dem Kulturressort und vom Verein Güterbahnhof Bremen. Der Förderzeitraum läuft bis zum 2. März 2028, der Baubeginn ist für Herbst 2026 vorgesehen.

Das Projekt ist Teil eines größeren Programms für mehr Stadtgrün in Bremen. Der Senat stellt 2026 und 2027 insgesamt zwei Millionen Euro aus LuKIFG-Mitteln bereit, um Projektanträge im Bundesprogramm "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" kofinanzieren zu können. Damit soll ein stadtweites Begrünungs- und Entsiegelungsprogramm mit einem Gesamtvolumen von über neun Millionen Euro umgesetzt werden. Die Anträge im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz werden von dem neuen Regionalbüro Natürlicher Klimaschutz im Land Bremen bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft unterstützt und koordiniert.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de