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Senatskanzlei

Bürgermeister Bovenschulte begrüßt Polarstern im Heimathafen

15.05.2026

Das Forschungsschiff Polarstern ist heute (15. Mai 2026) nach 183 Tagen in der Antarktis in seinen Heimathafen zurückgekehrt. Zu ihrer Begrüßung hatten Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der Direktor des Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), Hajo Eicken, zu einem Empfang eingeladen, an dem auch Bürgermeister Andreas Bovenschulte teilnahm.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagte anlässlich der Rückkehr der Polarstern: "Bremerhaven und Bremen sind exzellente Standorte mit einer großen Tradition in der Meeresforschung. Sechs der 25 Mitglieder der Deutschen Allianz für Meeresforschung kommen aus dem Land Bremen und das AWI ist nicht weniger als das Flaggschiff der deutschen Meeresforschung. Mit 1.100 Beschäftigten alleine in Bremerhaven ist das Forschungsinstitut noch dazu einer der größten Arbeitgeber in der Region." Bovenschulte begrüßte auch noch einmal herzlich den neuen Leiter des Alfred-Wegener-Instituts, Prof. Dr. Hajo Eicken. Der Glaziologe wechselte im März 2026 aus Alaska als wissenschaftlicher Direktor nach Bremerhaven. Dort leitete er als Direktor das International Arctic Research Center der Universität von Alaska in Fairbanks.

Auf der Brücke der Polarstern: Prof. Dr. Hajo Eicken, Bürgermeister Andreas Bovneschulte und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär.
Auf der Brücke der Polarstern: Prof. Dr. Hajo Eicken, Bürgermeister Andreas Bovneschulte und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär. Foto: Senatspressestelle

Die Expedition

Die Polarstern bringt von ihrer Reise in die Antarktis wichtige Ergebnisse für die Ursachen des jüngsten Meereisrückganges und dessen Folgen mit. Während rund um den Nordpol der Rückgang des Meereises seit Jahrzehnten dokumentiert ist, galt die Antarktis lange Zeit als stabil. Seit 2017 geht die sommerliche Meereisausdehnung jedoch auch im Süden stark zurück. Die Forschenden erfassten die Meereisdicke entlang von 4.400 Kilometer durch Befliegungen sowie an 35 Tagen bei der Fahrt durchs Eis. Diese Werte helfen, die langfriste Entwicklung des antarktischen Meereises und deren Bedeutung für das Leben einzuordnen.

Auch für den Artenschutz war die Expedition von Bedeutung: Ein internationales Forschungsteam untersuchte, wie sich Artenvielfalt und Ökosystemfunktionen im östlichen Weddellmeer verändern – einem Hotspot der Biodiversität. Das Weddellmeer gilt als eines der letzten weitgehend unberührten Meeresgebiete unserer Erde. Deutschland drängt seit Jahren auf die Errichtung eines Meeresschutzgebietes im Weddellmeer, was die erhobenen Daten erneut unterstützen. Zudem wurde eine bisher unkartierte Insel im Weddellmeer entdeckt.

Forschungsschiff Polarstern

Als eines der weltweit führenden Forschungsschiffe leistet die Polarstern einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung beider Polarregionen, der Ozeane und des globalen Klimas. 1982 lief das eisbrechende Forschungsschiff Polarstern vom Stapel. Seither hat es in über 150 Expeditionen fast zwei Millionen Seemeilen zurückgelegt. Die Polarstern ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und wird vom AWI für die Forschung betrieben. Das Schiff ist eine Forschungsplattform für nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, daneben dient sie der Versorgung der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer III.

Mehr Informationen: www.awi.de

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