Laut Medienberichten erwägt die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission, das Renteneintrittsalter schrittweise von heute 67 Jahren auf 70 Jahre zu verschieben.
Dazu Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Natürlich klingt es auf den ersten Blick durchaus plausibel, dass wir bei steigender Lebenserwartung auch den Renteneintritt nach hinten verschieben. Schon auf den zweiten Blick aber wäre das ungerecht und jedenfalls als pauschale Lösung nicht zu verantworten.
Denn alle Statistiken zeigen: Vor allem Menschen mit höherem Einkommen und höheren Altersbezügen haben eine höhere Lebenserwartung als noch vor Jahren. Wer hingegen nur wenig verdient oder nur eine kleine Rente hat, für den ist die Lebenserwartung in den vergangenen Jahren kaum gestiegen.
Wer die Lebensarbeitszeit also pauschal verlängern will, der muss ehrlicherweise auch über die Konsequenzen reden. Dass nämlich Menschen mit niedrigem Einkommen und niedriger Lebenserwartung künftig länger arbeiten sollen, um die Rente und Pension derjenigen zu finanzieren, die sowieso schon überdurchschnittlich verdienen und länger leben.
Das aber kann niemals gerecht sein und ist mit mir nicht zu machen. Ich werde einer solchen Regelung nicht zustimmen, weil sie der Lebensleistung der meisten Menschen in unserem Land nicht ansatzweise gerecht wird. Die Bundesregierung wäre gut beraten, alle Diskussionen darüber schnellstmöglich zu beenden."
Ansprechpartner für die Medien:
Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de