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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Konzept "Parken in Quartieren" wird Realität

Pilotprojekt Neustadt-West geht in die nächste Phase

27.05.2026

Mit dem Pilotprojekt "Neustadt-West" setzt Bremen das beschlossene Konzept "Parken in Quartieren" erstmals konkret in einem Quartier um. Grundlage ist das Konzept, das auf dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2024 basiert. Es wurde am 6. November 2025 von der städtischen Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung beschlossen, am 9. Dezember 2025 vom Senat bestätigt und am 27. Januar 2026 von der Bremischen Bürgerschaft verabschiedet.

Ziel ist es, den Straßenraum in den Quartieren so neu zu ordnen, dass Rettungswege freigehalten werden und Gehwege sicher sowie barrierefrei nutzbar sind. Bremen verfolgt dabei ein systematisches, stufenweises Vorgehen, das die Vorgaben des Bundesverwaltungsgerichts umsetzt und zugleich die unterschiedlichen Nutzungsansprüche im öffentlichen Raum berücksichtigt.

Ergänzend ist vorgesehen, schrittweise eine Parkraumbewirtschaftung mit Bewohnerparken einzuführen. Ziel ist es, den Parkdruck zu reduzieren und den vorhandenen Parkraum fair zu verteilen. Zusätzliche Maßnahmen wie Carsharing-Angebote, Fahrradbügel sowie Liefer- und Ladezonen sollen das Quartier weiter entlasten.

Mit der Umsetzung wurde Ende 2025 in einem Pilotgebiet in der Neustadt begonnen. Das Pilotgebiet "Neustadt-West" liegt zwischen der B6, der Neuenlander Straße, der Friedrich-Ebert-Straße und der Westerstraße. Die Planungen zur Neuordnung des Straßenraums sind nun weitgehend abgeschlossen und werden dem Beirat Neustadt am kommenden Donnerstag (28. Mai 2026) vorgestellt.

Vor dem Hintergrund der bestehenden Straßenquerschnitte und der Anforderungen an barrierefreie Gehwege ergibt sich nach aktuellem Planungsstand, dass ein deutlich überwiegender Teil der derzeit parkenden Fahrzeuge weiterhin im Quartier abgestellt werden können. Wo möglich, wird bislang regelwidrig genutzter Parkraum rechtssicher ausgewiesen; in geeigneten Fällen kann auch Gehwegparken durch Beschilderung ausdrücklich zugelassen werden. Die Planung schafft damit einen erheblichen Qualitätssprung bei der Erreichung von Barrierefreiheit im gesamten Quartier.

Am 18. Juni 2026 wird sich der Beirat Neustadt erneut mit dem Pilotprojekt befassen. Im Mittelpunkt steht dann die geplante Einführung der Parkraumbewirtschaftung mit Bewohnerparken. Vorgesehen ist eine flächendeckende Regelung, um den Parkdruck spürbar zu senken. Gleichzeitig soll die Erreichbarkeit für Anwohnende, Besucherinnen und Besucher, Wirtschaftsverkehre sowie soziale und pflegerische Dienste gewährleistet bleiben. Insbesondere in der Neustadt besteht aufgrund der Nähe zum Flughafen ein hoher Anteil an Fremdparkenden, der durch Bewohnerparken reduziert werden kann.

Im Juli 2026 soll die bauliche Umsetzung mit Beschilderung und Markierung beginnen. Dafür wird es erforderlich sein, einzelne Straßenzüge tageweise von Kraftfahrzeugenfreizuhalten. Die Maßnahmen werden rechtzeitig angekündigt und sollen bis Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zum Konzept "Parken in Quartieren", zum Pilotprojekt Neustadt-West sowie zum Zeitplan finden sich unter www.parken.bremen.de

Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de

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