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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Spielräume für alle

Senatorin Dr. Schilling zu Besuch bei Projekten für Inklusion, Beteiligung und Klimaanpassung

22.06.2026

Mit einer Sommertour zu verschiedenen Spiel- und Begegnungsorten in Bremen hat sich die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Dr. Claudia Schilling, am Freitag (19. Juni 2026) über aktuelle Projekte der Spielraumförderung sowie über die Bedeutung öffentlicher Räume für Kinder und Jugendliche informiert.

Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration: "Gute Spiel- und Aufenthaltsorte sind wichtige Bausteine für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Sie fördern Bewegung, Begegnung, Teilhabe und soziale Entwicklung. Deshalb investieren wir in attraktive, sichere und inklusive Spielräume in unseren Quartieren."

Die Tour der Senatorin begann auf dem 2025 eröffneten Spielplatz an der Halberstädter Straße. Dort stand insbesondere die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt: Bereits in der Planungsphase waren ihre Wünsche und Ideen in einem Beteiligungsprozess aufgenommen und in die Gestaltung des Spielplatzes einbezogen worden. Damit zeigte die erste Station der Tour auch, wie Spielraumgestaltung demokratische Prozesse erfahrbar machen kann und Kinder und Jugendliche aktiv an der Entwicklung ihres Lebensumfelds beteiligt werden.

Senatorin Dr. Claudia Schilling (sitzend, links) mit Vertreterinnen und Vertretern von Vaja e.V. und des Sozialressorts auf Spielplatz-Tour.
Senatorin Dr. Claudia Schilling (sitzend, links) mit Vertreterinnen und Vertretern von Vaja e.V. und des Sozialressorts auf Spielplatz-Tour. Foto: Sozialressort

Begleitet wurde Senatorin Schilling anschließend im Bus von Vaja e.V. Mitarbeitende des Vereins übernahmen den Fahrdienst und nutzten die gemeinsame Fahrt für Austausch und Gespräche zur aufsuchenden Arbeit im öffentlichen Raum. Nächste Station war der Treffpunkt Ulrichsstraße. Hier standen die Bedeutung aufsuchender Jugendarbeit, die Bedürfnisse von Jugendlichen im öffentlichen Raum sowie die Chancen, die sich aus der Verbindung von Spielraumförderung und Jugendsozialarbeit ergeben, im Vordergrund.

Herausforderungen des Klimawandels

Eine weitere Station der Sommertour war der Spielplatz Weserwehr. Hier richtete sich der Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels und die Anforderungen an eine zukunftsfähige Gestaltung von Spiel- und Freiräumen. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie öffentliche Spielplätze an veränderte klimatische Bedingungen angepasst werden können und welche Bedeutung dabei Themen wie Verschattung, naturnahe Gestaltung und Aufenthaltsqualität für Kinder und Familien haben.

Den Abschluss der Tour bildete die Kindertagesstätte der Matthias-Claudius-Gemeinde in der Neustadt. Dort fand die öffentliche Auftaktveranstaltung für ein besonderes Inklusionsprojekt statt, das über den Förderfonds "Spiel-Räume schaffen" gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk mit 30.000 Euro gefördert wurde. Ziel des Projekts ist die naturnahe, barrierearme und inklusive Umgestaltung des Außengeländes der Kita. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Bedürfnissen neurodivergenter Kinder sowie von Kindern im Autismusspektrum. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in einen bundesweiten Leitfaden einfließen.

Dr. Claudia Schilling betonte: "Inklusion bedeutet mehr als den Abbau sichtbarer Barrieren. Auch Kinder mit einer erhöhten Reizwahrnehmung benötigen Orte, an denen sie sich wohlfühlen, zur Ruhe kommen und Natur erleben können. Naturerfahrungen sind ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung von Kindern. Deshalb ist es unser Ziel, Spiel- und Aufenthaltsorte so zu gestalten, dass alle Kinder gleichermaßen daran teilhaben können."

Das Projekt setzt auf die aktive Mitwirkung von Eltern, Nachbarschaft und Unternehmen. In mehreren Mitmachbaustellen soll gemeinsam ein Außengelände entstehen, das vielfältige Naturerfahrungen ermöglicht und Raum für die individuelle Entfaltung aller Kinder bietet.

Hintergrund Spielraumförderung:

Mit der Spielraumförderung stärkt die Freie Hansestadt Bremen die Qualität öffentlicher Spiel- und Aufenthaltsflächen für Kinder und Jugendliche. Neben der Schaffung und Weiterentwicklung von Spielplätzen stehen dabei insbesondere die Themen Beteiligung, Inklusion, Klimaanpassung sowie die Nutzung öffentlicher Räume durch unterschiedliche Altersgruppen im Fokus. Insgesamt stellt das Sozialressort rund 1,3 Millionen Euro im Jahr zur Verfügung, um die etwa 200 öffentlichen Spielplätze der Stadt instand zu halten und nach Bedarf neu zu gestalten. Zudem fließen insgesamt rund 1,2 Millionen Euro aus dem Bremer Anteil am Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität in die Erneuerung und den Ausbau von vier Spielplätzen in Blumenthal, Hemelingen, Huchting und Burglesum.

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Ansprechpartnerin für die Medien:
Nina Willborn, Pressesprecherin bei der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Tel.: (0421) 361-20323, E-Mail: nina.willborn@soziales.bremen.de

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