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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Nachhaltige und gesunde Ernährung für Bremen

Erfolge des Aktionsplans 2025 | Gemeinschaftsverpflegung nachhaltig verbessert

30.06.2026

Mit dem Beschluss des Aktionsplan 2025 am 6. Februar 2018 hat Bremen einen wichtigen Schritt für die öffentliche Einrichtungen gemacht. Der Plan entstand auf Initiative von Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen Billigfleisch eingesetzt haben. Erstmals gab es damit eine verbindliche, ressortübergreifende Strategie, um die Qualität des Essens in Kitas, Schulen und Krankenhäusern zu verbessern und dabei Umwelt- und Klimaschutz zu stärken.

Die Ziele waren klar: Schrittweise sollten die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) umgesetzt bis zu 100 Prozent Bioprodukte verwendet und möglichst regionale sowie saisonale Zutaten eingesetzt werden. Damit wurde Bremen bundesweit zum Vorbild für gesunde und nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung.

Die Wirkung des Aktionsplans erstreckt sich heute auf schätzungsweise acht Millionen Mahlzeiten pro Jahr, die Menschen in Schulen, den kommunalen Kitas der Kita Bremen und kommunalen Krankenhäusern der Gesundheit Nord gGmbH mit gesundem und nachhaltigem Essen versorgen.

Umsetzungsquoten

Im Bereich der kommunalen Kliniken der Gesundheit Nord werden die DGE-Standards an allen vier Standorten eingehalten, die vorgegebenen Bio-Ziele von 100 Prozent Bio-Milch und 20 Prozent tierische und pflanzliche Produkte wurden fristgerecht erreicht. Im Bereich KiTa Bremen wird das Ernährungskonzept "Essen und Trinken als Qualitätsmerkmale" umgesetzt, welches sich an den Standards der DGE orientiert. In den Kitas liegt der Anteil von Bio-Lebensmittel an den Gesamt-Lebensmittelkosten im Jahr 2025 bei 54 Prozent, in den Schulküchen der weiterführenden Schulen sogar bei durchschnittlich 65 Prozent.

Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft betont: "Wie wir uns in öffentlichen Einrichtungen ernähren, hat großen Einfluss auf unsere Umwelt, unser Klima, unsere Gesundheit und unsere regionalen Erzeuger, zudem hat Ernährung eine wichtige soziale Komponente. Das Ziel Bremens war und ist es, allen Menschen eine gesunde und nachhaltige Ernährung zu ermöglichen. Der Aktionsplan 2025 hat maßgeblich dazu beigetragen, die Gemeinschaftsverpflegung in Bremen nachhaltiger zu gestalten und gesunde Ernährung für Kinder und Jugendliche zugänglicher zu machen."

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen – wie der angespannten Haushaltslage, beeinflusst durch die Corona-Pandemie und die Energiekrise – konnte Bremen die Gemeinschaftsverpflegung nachhaltiger gestalten und gesunde Ernährung insbesondere für Kinder und Jugendliche zugänglicher machen.

Besonders erfolgreiche Einrichtungen haben gezeigt, dass hohe Bio- und Qualitätsstandards auch mit knappen Budgets möglich sind. Das dabei gewonnene Wissen wird nun in einer neuen Ernährungsstrategie für Bremen weiter genutzt. Um die Entwicklung zu unterstützen, wurden zentrale Anlaufstellen wie das Forum Küche und die Vernetzungsstelle KiTa- und Schulverpflegung geschaffen. Sie bündeln Fachwissen und helfen, die Qualität des Essens weiter zu verbessern. Die umsetzenden Ressorts haben im Rahmen der Laufzeit des Aktionsplans 2025 die notwendigen Steuerungsstrukturen und Instrumente geschaffen, um weiterhin die hohen Ansprüche des Senats an die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung zu verfolgen.

Die Umsetzung hat gezeigt, dass praktische Herausforderungen wie Logistik, Kostenstruktur, Lieferkettenstabilität und die Qualifizierung des Küchenpersonals auch zukünftig aktiv adressiert werden müssen. Die Ergebnisse des Abschlussberichtes zum Aktionsplan 2025 fließen in die Erarbeitung einer Ernährungsstrategie für das Land Bremen ein und ermöglichen so eine evidenzbasierte Weiterentwicklung des öffentlichen Handelns.

Den vollständigen Abschlussbericht finden Sie auf der Seite der Bio-Stadt Bremen: www.biostadt.bremen.de

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de

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