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Der Senator für Kinder und Bildung

Bessere Chancen für neu zugewanderte Jugendliche

Abschlussquoten an Willkommensschulen in Bremen erhöht

02.07.2026

Die vier Willkommensschulen in Bremen verbessern die Bildungschancen geflüchteter Jugendlicher nachhaltig. Dank eines sofortigen Schulzugangs, intensiver Sprachförderung und fachlichem Unterricht sind die Abschlussquoten in diesem Jahr spürbar gestiegen. Mit den erreichten Abschlüssen eröffnen sich für neu zugewanderte junge Menschen sehr gute Chancen auf Ausbildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe. Insgesamt schafften 89 junge Frauen und Männer ihren Schulabschluss nach der 10. Klasse.

Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, freut sich über die Entwicklung: "Alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen, die neu nach Bremen kommen, erhalten bei uns sofort Zugang zu Bildung. Die steigenden Abschlusszahlen an den Willkommensschulen zeigen, dass dieser Ansatz wirkt. Wer einen Abschluss erreicht, gewinnt neue Perspektiven – für Ausbildung, weiterführende Bildung und ein selbstbestimmtes Leben. Diesen Weg wollen wir mit unserer Qualitätsoffensive konsequent weitergehen."

Die Willkommensschulen schaffen chancengerechter Voraussetzungen und leisten einen deutlichen Beitrag zur Erhöhung der Abschlüsse in der Allgemeinbildung. Sie sind keine Alternative zu Vorkursen, sondern bieten zusätzliche Möglichkeiten: durch die Verzahnung von Sprachbildung, Fachlernen und individueller Begleitung werden Wege zum Abschluss erweitert.

Wissenschaftliche Befunde des IQHB zeigen, dass Jugendliche mit Vorkursen in der Sekundarstufe I seltener einen Abschluss erreichen – das verweist auf zusätzlichen Förderbedarf. Willkommensschulen setzen genau hier an und ergänzen die bestehenden Angebote.

Insgesamt vier Willkommensschulen wurden seit 2022 in Bremen eingerichtet. Die jüngste Willkommensschule wurde 2024 in Bremen-Nord gegründet. Während 2022/23 noch 260 Schülerinnen und Schüler eine Willkommensschule in Bremen besuchten, waren es 2025/26 bereits 527. Im Jahr 2024/25 wurden 581 Schülerinnen und Schüler an Willkommenschulen unterrichtet. Die Willkommensschulen sind fester Bestandteil des Bremer Schulsystems und unterstützen besonders Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 8 beim Übergang in Regelschulen.

Willkommensschulen sind gemäß Schulgesetz den Oberschulen gleichgestellt und erteilen Unterricht nach der Oberschulstundentafel . Sie bieten intensive Sprachförderung, fachlichen Unterricht und Hilfe beim Ankommen in Deutschland. Spät zugewanderten Jugendlichen eröffnen die Willkommensschulen damit die Möglichkeit, einen Schulabschluss zu erwerben und ihre beruflichen Perspektiven zu erweitern.

Seit 2025 haben sich die Abschlusszahlen in den Willkommensschulen insgesamt deutlich verbessert. Besonders positiv entwickelten sich die Standorte Bremen-Süd, Ellmersstraße und Bremen-Nord. In Bremen-Süd stieg die Zahl der erreichten Abschlüsse von fünf im Jahr 2025 auf 25 im Jahr 2026.

Die Willkommensschule Ellmersstraße verzeichnete mit insgesamt 43 Abschlüssen im Jahr 2026 weiterhin die höchsten Abschlusszahlen und erzielte dabei vor allem mehr erweiterte Berufsbildungsreifeabschlüsse sowie mittlere Schulabschlüsse. Auch in Bremen-Nord erhöhte sich die Zahl der erreichten Abschlüsse von vier im Jahr 2025 auf 18 im Jahr 2026. Insgesamt zeigt sich ab 2025 eine deutlich positive Entwicklung der erreichten Schulabschlüsse an den meisten Standorten.

2025/26 befanden sich 310 ehemalige Willkommensschülerinnen und -schüler an öffentlichen berufsbildenden Schulen, 33 von ihnen hatten schon eine Ausbildung begonnen.

Am Standort Süd wurde ergänzend in diesem Schuljahr ein Pilotprojekt zur Sprachförderung gestartet: das Deutsche Sprachdiplom (DSD). Von den acht Teilnehmenden erreichten drei Schülerinnen und Schüler das Deutsche Sprachdiplom auf dem Niveau B1, fünf auf dem Niveau A2. Das DSD ist insbesondere für die Erstintegration von großer Bedeutung. Es fördert die sprachliche Entwicklung und bereitet gezielt auf den Schulabschluss sowie den Übergang in Ausbildung und Beruf vor. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird das DSD-Programm ab dem kommenden Schuljahr für alle Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs angeboten.
Kinder von Asylbewerbenden im Grundschulalter in Landesunterkünften erhalten übrigens unmittelbar ein Bildungsangebot, das eng an das Regelschulsystem angebunden ist. In den Landesunterkünften wird an fünf Tagen pro Woche unterrichtet — grundschulnah organisiert.

Eine Übersicht über die Abschlüsse mit Anschlussmöglichkeiten befindet sich auf der Homepage des Senators für Kinder und Bildung: www.bildung.bremen.de

Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de

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