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Der Senator für Finanzen | Der Senator für Kinder und Bildung

Senat stärkt Unterrichtsversorgung

Massiver Ausbau des Vertretungspools und zusätzliche Stellen für Schulen

07.07.2026

Die Schulgemeinschaften der Stadt Bremen werden mit einem erheblichen Ausbau des Vertretungspools für Lehrkräfte und einem Stellen-Aufwuchs gestärkt. Insgesamt werden in den beiden Haushaltsjahren 2026/27 rund 17,85 Millionen Euro für zusätzliches Personal bereitgestellt. Das hat der Senat in seiner heutigen Sitzung (7.Juli 2026) beschlossen.

Es werden 165 Stellen geschaffen: 30 Stellen für nichtunterrichtendes Personal im Ganztag, 30 Stellen für Lehrkräfte und 105 Stellen für den massiven Ausbau des Lehrkräfte-Vertretungspools. Zusätzlich stockt der Senator für Kinder und Bildung die Mittel für die flexible Unterrichtsvertretung über die Stadtteilschule um 4,3 Millionen Euro auf. Damit können weitere 65 Vollzeitstellen finanziert werden, sodass die Vertretungskapazität auf insgesamt 190 Vollzeitstellen anwächst.

Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles betont: "Ich bin sehr dankbar, dass wir im Senat innerhalb kürzester Zeit trotz der großen Herausforderungen im Haushalt eine gute Lösung für die Schulen in Bremen gefunden haben. So erfreulich die Tatsache ist, dass wir inzwischen alle Stellen mit Lehrkräften besetzen konnten, so bedauerlich war der Verlust an Flexibilität für die Schulen, der mit unbesetzten Stellen bislang bestand. Mit dem Senatsbeschuss stärken wir unsere Schulen gezielt, massiv und nachhaltig mit zusätzlichem Personal und einem neuen Vertretungspool. Das ist eine zentrale Voraussetzung unserer Qualitätsoffensive für die Bremer Schulen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen mehr Verlässlichkeit im Schulalltag erreichen und bessere Lern- und Arbeitsbedingungen schaffen, um mehr erfolgreiche Schulabschlüsse möglich zu machen."

Der Senator für Finanzen, Björn Fecker, unterstreicht: "Mit den zusätzlichen Stellen wollen wir den Unterrichtsausfall an Schulen eindämmen und die Förderung von Kindern in Ganztagsschulen verbessern. Bildung ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftschancen der Kinder. Deshalb ist dieser Personalaufwuchs vertretbar. Um mehr Personal für die Schulen zu finanzieren, müssen wir uns inmitten der Haushaltssanierung allerdings erheblich strecken."

Nach Paragraf 8 Absatz 1 Finanzzuweisungsgesetz erstattet das Land den Gemeinden Bremen und Bremerhaven die laufenden Personalausgaben im Bereich Bildung. Grundlage dafür sind Vorausberechnungen der Gemeinden auf Basis von Prognosen der Schülerzahlen. Bei abweichenden Entwicklungen werden die Planungen entsprechend angepasst.

Erforderlich wurden diese Nachsteuerungen durch steigende Mehrbedarfe in den Grundschulen (aufgrund eines erhöhten Förderbedarfs im Bereich geistige Entwicklung und den Ausbau des Ganztagsangebotes) sowie haushaltsbedingter Kürzungen bei Zuschüssen für Vertretungskräfte der Stadtteilschule.

Vorgesehen sind folgende Maßnahmen:

  1. Erhöhung des Anschlags für die flexible Unterrichtsvertretung, wodurch dem Verein Stadtteilschule Bremen e.V. insgesamt etwa 190 Vollzeitstellen zur Verfügung stehen.
  2. Erhöhung der Vollzeitstellen beim unterrichtenden Personal um rund 30 Vollzeitstellen.
  3. Schaffung von 105 zusätzlichen Stellen für die deutliche Erweiterung eines Vertretungspools für Lehrkräfte.
  4. Bereitstellung von 30 weiteren Stellen, nichtunterrichtendes Personal für die Ganztagsbetreuung.

Die Anhebung des Anschlags für die flexible Unterrichtsvertretung erfolgt durch eine Umwidmung von Mitteln und erwarteten Mehreinnahmen im Haushalt des Senators für Kinder und Bildung.

Die Finanzierung der insgesamt 165 zusätzlichen Stellen wird durch den Senator für Finanzen im Jahr 2026 über eine Nachbewilligung aus zentralen Mitteln im Personalhaushalt abgebildet. Die Finanzierung für das Jahr 2027 wird im Rahmen des Nachtragshaushaltes eingebracht. Die benötigten Personalmittel belaufen sich auf rund 5,25 Millionen Euro im Jahr 2026 und 12,6 Millionen Euro im Jahr 2027.

Die Maßnahmen sichern kurzfristig die Unterrichtsversorgung, berücksichtigen Mehrbedarfe durch Ganztag und Förderbedarf und schaffen mit dem stark ausgeweiteten Vertretungspool mehr Flexibilität bei Personalplanungen. Damit werden Kinder und ihre Familien, Lehrkräfte, pädagogisches Personal und Schulleitungen gleichermaßen unterstützt.

Als nächste Gremien werden sich die staatliche und städtische Deputation für Kinder und Bildung und der Haushalts- und Finanzausschuss mit dem Thema befassen.

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