Deutschlands Lehrkräfte werden immer älter: Bundesweit war im Schuljahr 2024/25 mehr als jede dritte Lehrkraft 50 Jahre oder älter. Doch Bremens Lehrerinnen und Lehrer brechen den Alterstrend: An den allgemeinbildenden Schulen sind die Kollegien deutlich jünger als im Bundesdurchschnitt, wie Daten des Statistischen Bundesamts zeigen. Auch die Teilzeitquote liegt in Bremen höher als in den allermeisten Bundesländern.
Kinder und Bildungssenator Mark Rackles betont: "Die Daten zeigen eine erfreuliche Entwicklung: Bremen verfügt über viele gut ausgebildete, junge Lehrkräfte. Das ist eine Chance, die wir nutzen wollen. Jede Schülerin und jeder Schüler soll von hochwertigem Unterricht profitieren. Deshalb stärken wir die Qualität des Unterrichts durch gezielte Personalentwicklung, moderne Fortbildungsangebote und gute Arbeitsbedingungen an unseren Schulen."
Vor dem neuen Schuljahr richtet sich der Blick auf die Lehrkräfte – und auf eine Altersstruktur, die in Bremen Anlass für eine Überraschung bietet. Bundesweit war ein Viertel (25,4 Prozent) der Lehrkräfte im Schuljahr 2024/2025 zwischen 50 und 59 Jahre alt, weitere 10 Prozent waren 60 Jahre und älter. Mehr als jede dritte Lehrkraft (35,4 Prozent) war demnach 50 Jahre oder älter (Quelle: Statistische Bundesamt Destatis).
Die Altersstruktur unterscheidet sich deutlich zwischen den Bundesländern: Bremen hat bundesweit mit den höchsten Anteil junger Lehrkräfte (8,5 Prozent sind unter 30 Jahre alt) und zugleich den zweitniedrigsten Anteil von Lehrkräften ab 50 Jahren. (30 Prozent). Zum Vergleich: Den höchsten Anteil von Lehrkräften über 50 Jahre hat Sachsen-Anhalt: Gute die Hälfte (50,7 Prozent) der Lehrkräfte ist hier älter als 50 Jahre.
Auch bei der Teilzeitquote der Lehrkräfte gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Während in Hamburg (55,4 Prozent) und Bremen (51,9 Prozent) im Schuljahr 2024/2025 mehr als die Hälfte des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen in Teilzeit arbeitete, traf dies nur auf knapp jede vierte Lehrkraft in Thüringen (23,2 Prozent) und Sachsen-Anhalt (23,8 Prozent) zu.
Lehrkräfte arbeiten unter anderem in Teilzeit, weil sie Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. "Der hohe Anteil an Teilzeitbeschäftigten zeigt, dass Bremen flexible Arbeitsmodelle bietet. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, Unterricht und Schulentwicklung so zu organisieren, dass Kontinuität und eine gute Zusammenarbeit im Kollegium jederzeit gewährleistet sind", kommentiert Kinder- und Bildungssenator Rackles.
Bei den veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes handelt es sich um Daten der statistischen Landesämter. Für das Land Bremen werden diese vom Institut für Qualitätsentwicklung im Land Bremen (IQHB) dem Statistischen Landesamt bereitgestellt.
Die Daten werden zunächst vom Haus des Senators für Kinder und Bildung beziehungsweise vom Schulamt Bremerhaven an den Schulen erhoben und mit den Daten der Personalverwaltung gekoppelt dem IQHB insbesondere für Aufgaben der überregionalen Statistik (neben Destatis auch KMK) zur Verfügung gestellt, Daten der privaten Schulen werden vom IQHB per Excelabfrage ergänzend erhoben.
Weitere Daten zur neuen Statistik des Statistischen Landesamtes finden Sie hier: www.destatis.de
Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de