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Die Senatorin für Finanzen

Weniger Behördengänge und Verwaltungsaufwand

Senat beschließt Digitalisierungsstrategie für die Verwaltung

11.11.2016

Weniger Behördengänge, schnellere Bearbeitungen von Anträgen und ein effizienterer Austausch der verschiedenen Verwaltungseinheiten untereinander – das sind zentrale Ziele der Digitalisierungsstrategie, die der Senat (8. November 2016) verabschiedet hat. Bremen fängt beim Thema E-Government mit Hilfe von IT-Technik nicht bei Null an. Bei der Einführung der E-Rechnung in Zusammenarbeit mit Handels-und Handwerkskammer hat Bremen beispielsweise bundesweit eine Vorreiterrolle übernommen. Beim Bundesforschungsprojekt "Arbeit 4.0 in der Verwaltung" ist Bremen gerade als eine von zwei Referenzverwaltungen ausgewählt worden. Finanzstaatsrat Henning Lühr, Bremens Vertreter im bundesweiten IT-Planungsrat, erläutert: "In diesem Projekt sollen die Arbeitsbeziehungen in der Verwaltung im Zeitalter der Digitalisierung analysiert und gemeinsam mit den Gewerkschaften konkrete Vorschläge für Regelungen zur Arbeitszeitmodellen, interner Kommunikation, Teamführung erarbeitet werden. Arbeit 4.0 ist nicht nur die Umstellung auf ein neues Betriebssystem - online rights for online worker ist die Leitline!"

Die Digitalisierungsstrategie für die Bremer Verwaltung verknüpft bereits begonnene und neue E-Government-Aktivitäten. Finanzsenatorin Karoline Linnert zu den Vorteilen der digitalen Technik und intelligenten Vernetzung: "Durch den verstärkten IT-Einsatz wird künftig viel Zeit gespart. Statt Akten und Briefen sollen E-Mails und elektronische Dateien die Basis des Verwaltungshandelns werden. Von der konsequenten Digitalisierung der Verwaltung profitieren Bürger und Behörden. Außerdem werden so ganze Wälder vor dem Abholzen bewahrt."

Behördengänge sollen auf ein Minimum reduziert werden. Karoline Linnert nennt ein Beispiel: "Wenn die Behörden schon elektronische Zugriffe auf Geburts- oder Eheurkunden haben, warum müssen dann Antragsteller diese Unterlagen noch vorlegen?" Wenn das nicht mehr notwendig sei, könne zum Beispiel die Anmeldung von Neugeborenen beim Standesamt oder die Beantragung von Elterngeld vereinfacht werden. Der Senat hat die Verwaltung gebeten, diesen Vorschlag zu prüfen und weitere zu benennen.

Mit der verstärkten Digitalisierung wird die Verwaltung entlastet, so dass Personal verstärkt an beratungsintensiven Stellen eingesetzt werden kann, wo nicht auf den persönlichen Kontakt verzichtet werden soll.
Die Digitalisierungsstrategie umfasst eine Vielzahl von bereits begonnenen Projekten sowie einige neue. Zu den bereits begonnenen Projekten gehört zum Beispiel die Einführung der elektronischen Rechnung, die Möglichkeit, online Termine bei Behörden zu buchen sowie die Einführung der elektronischen Akte, die bereits in mehreren Dienststellen genutzt wird. Sie soll nun auf alle Ressorts ausgeweitet werden. Ein neues Projekt ist das elektronische Bezahlen. Dadurch kann z.B. das Bestellen von Liegenschaftskarten erheblich vereinfacht und beschleunigt werden. In den nächsten Wochen werden die Ressorts und Dienststellen die Details des Programms ausarbeiten. Erste Ergebnisse sollen in das Haushaltsaufstellungsverfahren für den Doppelhaushalt 2018/2019 einfließen.

Im Download:
Verwaltung 4.0 – eine E-Government- und Digitalisierungsstrategie für die Freie Hansestadt Bremen (pdf, 1011.8 KB)