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Senatskanzlei

Martin Dulig, Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, besucht Bremer Landespräsentation in Dresden

Waldemar Otto stellt Entwurf für Einheitsdenkmal "Die Bürger von Leipzig -9. Oktober 1989" vor

27.09.2016

Am Samstag (1. Oktober 2016) beginnen die dreitägigen zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Sachsen ist in diesem Jahr Gastgeberland und erwartet rund 500 bis 700 Tausend Gäste zu dem großen Bürgerfest in Dresdens Innenstadt und am Elbufer. Herzstück des Bürgerfestes ist traditionell die Ländermeile, auf der sich die 16 Bundesländer präsentieren.
www.tag-der-deutschen-einheit.de/buergerfest

Die sächsische Staatsregierung um Ministerpräsident Stanislaw Tillich, derzeit amtierenden Bundesratspräsident, zeigt sich als guter Gastgeber: Die Ministerinnen und Minister werden alle Präsentationen der Gäste aus den Bundesländern auf der Ländermeile besuchen.

Für Bremen ist dafür der Besuch von Sachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig, angekündigt. Erwartet wird der Staatsminister am Bremen-Zelt am Sonntag, dem 2. Oktober um 17.30 Uhr. Ob es hier auch zu einer Begegnung zwischen Bremens Regierungschef, Bürgermeister Carsten Sieling kommt, ist noch nicht sicher, da Carsten Sieling am Nachmittag noch weitere Termine im Rahmen der Feierlichkeiten wahrnehmen wird. Die Begegnung der beiden Politiker kann aber sicher am 3. Oktober am Rande des Festaktes in der Semperoper nachgeholt werden.

Die Verantwortlichen der Bremer Landespräsentation freuen sich über die besondere Gelegenheit, Staatsminister Dulig vor Ort begrüßen zu können. Dabei soll es auch zu einer Begegnung mit dem Bremer Bildhauer und Künstler Waldemar Otto kommen. Denn die Freie Hansestadt Bremen wird im Rahmen ihrer Landespräsentation den vielen Tausend Besucherinnen und Besuchern den Modell-Entwurf von Waldemar Otto "Die Bürger von Leipzig – 9. Oktober 1989" zeigen. Dem Künstler selbst war dieses Thema ebenfalls ein Anliegen, sodass er auf Bitten der Senatskanzlei Bremen seine Werkgruppe exklusiv für die Ausstellung im Bremen-Zelt zur Verfügung gestellt hat und auch persönlich vor Ort sein wird.

Zur Geschichte des Entwurfs
Waldemar Otto will mit seinem Entwurf an die friedliche Demonstration von 70.000 Bürgern in der Stadt Leipzig erinnern. Seinerzeit hat er für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal eben seinen Entwurf "Die Bürger von Leipzig – 9. Oktober 1989" vorgeschlagen.

Waldemar Otto: "Ich habe damals eine weit über das Wettbewerbserfordernis ‚Würdigung der Freiheitsrevolution‘ hinausgehende Werkgruppe mit den ‚Bürgern von Leipzig‘ geschaffen. Es ist ein Entwurf, der auch ein architektonisches Element enthält: eine aus Sandsteinblöcken gefügte Rotunde, die von Demonstranten umkreist wird. Ihr Inneres beherbergt ein audio-visuelles Informationszentrum. Der Mauerkranz enthält oben Punktstrahler, die nachts eine Lichtsäule bilden könnten oder synchron mit den Bodenleuchten schrittweise die Kreisbewegungen des Demonstrationszuges verstärken würden."

Letztlich konnte sich der Entwurf zwar nicht durchsetzen, doch damit hat das Land Bremen nun die Möglichkeit bekommen, das Modell zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden auszustellen.

Waldemar Otto
Der Bildhauer und Künstler Waldemar Otto wurde in Polen 1929 geboren, studierte in Berlin und lebt schon seit langem im Künstlerdorf Worpswede. Von 1973 bis 1994 war Waldemar Otto Professor an der Hochschule für Künste in Bremen tätig und lehrte Bildhauerei. Zahlreiche seiner Werke prägen das Stadtbild Bremens - zum Beispiel der Neptunbrunnen auf dem Domshof oder die Skulptur "Zur Schicht" in Bremen-Gröpelingen. Ottos Werke sind international bekannt und haben ihn zu einem der bedeutendsten Bildhauer Deutschlands gemacht.

Foto: Senatspressestelle, mit frdl. Erlaubnis des Künstlers

Hinweis:
Ansprechpartner für die Präsentation Bremens und Bremerhavens auf dem Tag der Deutschen Einheit ist Werner Wick, Senatspressestelle, mobil erreichbar unter 0172-416 5087, Mail: werner.wick@sk.bremen.de