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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Unterwegs im Auftrag von Umwelt- und Klimaschutz / Tag 2:

Mit Hightech, Unternehmergeist und Sonnenkraft zu mehr Nachhaltigkeit – Senator Lohse im Dialog mit umweltaktiven Bremer Unternehmen

28.06.2017

„Umweltfreundliches und nachhaltiges Wirtschaften in Bremen und Bremerhaven voran zu treiben, das hat sich das Umweltressort auf die Fahnen geschrieben“, so Dr. Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, anlässlich des 2. Tages seiner Tour in Bremen. An drei Tagen besucht der Umweltsenator Unternehmen im Land Bremen und informiert sich über aktuelle Tendenzen und Innovationen rund um den betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz. Ein Großteil der Unternehmen ist im Netzwerk „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“ (PUU) zusammengeschlossen. Lohse: „Mit der Förderung der Aktivitäten der ‚Umwelt Unternehmen‘ sind wir an der richtigen Adresse in Sachen nachhaltiger Klima- und Ressourcenschutz im Betrieb.“

Robert Erichsen von der Statex Produktions & Vertriebs GmbH (r.) gibt anlässlich des Besuchs von Umweltsenator Dr. Joachim Lohse (l.) Einblick in die Entstehung von Hightech-Garnen made in Horn-Lehe
Robert Erichsen von der Statex Produktions & Vertriebs GmbH (r.) gibt anlässlich des Besuchs von Umweltsenator Dr. Joachim Lohse (l.) Einblick in die Entstehung von Hightech-Garnen made in Horn-Lehe

Der Auftakt seines Bremen-Besuchs stand ganz im Zeichen von smarten Textilien, antistatischen Flugzeug-Bodenbelägen und mit Sensoren versehenen Sportanzügen. Denn das sind nur einige der Produkte, für die die Statex Produktions & Vertriebs GmbH das Hightech-Garn in Horn-Lehe produziert. Durch sogenannte Metallisierung wird hier etwa Silber an ein Textil angelagert, das so elektrisch und thermisch leitfähig wird, erläuterte Claudia Erichsen, Geschäftsführerin bei Statex, dem Umweltsenator während seines Besuchs. Einblick verschaffte sich Senator Lohse ebenso in das aus seinem Ressort im Rahmen des Programms zur Förderung Anwendungsnaher Umwelttechniken (PFAU) geförderte Projekt “RamAG“ bei dem ein Analysegerät entwickelt wird, durch das die Oberflächeneigenschaften auf molekularer Ebene erfasst werden können.

Sie ist bei der OptoPrecision GmbH ebenfalls fester Bestandteil des betrieblichen Umweltschutzes: eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Hier in Augenschein genommen von (v.l.n.r.) Martin Schulze, Leiter der Geschäftsstelle "Umwelt Unternehmen", Dr. Diana Wehlau , Referatsleiterin Umweltinnovation, Kommunikation beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Dr. Martin Nägele, Geschäftsführer von OptoPrecision GmbH und Umweltsenator Dr. Joachim Lohse
Sie ist bei der OptoPrecision GmbH ebenfalls fester Bestandteil des betrieblichen Umweltschutzes: eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Hier in Augenschein genommen von (v.l.n.r.) Martin Schulze, Leiter der Geschäftsstelle "Umwelt Unternehmen", Dr. Diana Wehlau , Referatsleiterin Umweltinnovation, Kommunikation beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Dr. Martin Nägele, Geschäftsführer von OptoPrecision GmbH und Umweltsenator Dr. Joachim Lohse

Astronauten, Polizisten und Stahlwerker vertrauen auf die Technik von PUU-Mitglied OptoPrecision GmbH, die Senator Lohse im Anschluss besuchte, um sich über deren betriebliche Umweltschutzmaßnahmen zu informieren. Von außen kaum zu sehen, sorgen ein begrüntes Dach und ein Erdwärmetauscher für mehr Artenvielfalt und klimatisierte Büroräume. Dass Ressourcenschonung und Energieeffizienz in der Produktentwicklung eine große Rolle spielen, belegt als gutes Bespiel das Ofenbeobachtungssystem, durch das in der Stahlproduktion erhebliche Energiemengen eingespart werden können. Nicht nur deswegen war das PUU-Mitglied Finalist beim „Preis Umwelt Unternehmen: Nordwest 2007“. Senator Lohse lobte: „Was OptoPrecision mit allen PUU-Mitgliedern verbindet, ist charakteristisch für die ganze Umweltpartnerschaft: Die Schonung von Ressourcen und eine insgesamt nachhaltige wirtschaftliche Ausrichtung stehen ganz weit oben im betrieblichen Alltag.“

Gute Stimmung am zweiten Tag der "Umwelt Unternehmen"-Tour, Dr. Jan Köser vom Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) mit Umweltsenator Dr. Joachim Lohse (r.)
Gute Stimmung am zweiten Tag der "Umwelt Unternehmen"-Tour, Dr. Jan Köser vom Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) mit Umweltsenator Dr. Joachim Lohse (r.)

Anschließend ging es für Lohse weiter zum Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT). In direkter Nachbarschaft zur Universität Bremen entwickelt das UFT nicht nur Lösungen für mehr Ressourceneffizienz, die Einrichtung hat sich in ihrem betrieblichen Alltag einem umweltgerechten Handeln verschrieben. Besonderes Interesse weckte das AUF-Projekt „Rückgewinnung von Gold und anderen Edelmetallen aus Stäuben“ beim Umweltsenator. Mithilfe eines Experiments erläuterte ihm der Geschäftsführende Direktor Prof. Dr. Jorg Thöming das Anliegen und die Umweltrelevanz in dem Forschungsvorhaben.

Zum Abschluss des zweiten Tages seiner „Umwelt Unternehmen“-Tour besuchte Senator Lohse die SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA. Schon von weitem kann man sie sehen, die glänzende Photovoltaik-Fassade des Weser-Stadions – auf dem Dach und an der Außenfassade produzieren gut 200.000 Solarzellen Strom für den Lieblingsverein der Bremerinnen und Bremer. „Der Öko-Strom ist nur ein Teil unserer ökologischen Maßnahmen“, erklärte Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Präsident und Geschäftsführer, dem Umweltsenator. „Mit dem CSR-Projekt `Lebenslang umweltbewusst`, auf das wir in den kommenden Jahren unseren Schwerpunkt legen wollen, zeigen wir Grün-Weißen, wie wichtig Nachhaltigkeit im Sport und in der Wirtschaft ist.“ Dazu Senator Lohse: „Dieses vorbildliche Engagement ist ein Aushängeschild für Bremen. Es motiviert Fans und andere Vereine sich selbst nachhaltig auszurichten.“

Hintergrund
‚„Umwelt Unternehmen“ ist eine gemeinsame Aktivität des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen und der RKW Bremen GmbH. In Kooperation mit der BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven, der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH, der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, der Handwerkskammer Bremen, der Klimaschutzagentur energiekonsens und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH leistet „Umwelt Unternehmen“ einen entscheidenden Beitrag zu betrieblichen Umweltlösungen im Land Bremen.

Fotos: Umwelt Unternehmen (Ingo Wagner)