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Bürgermeister Bovenschulte besucht den NABU Bremen

18.06.2021
Der "Fledikasten" soll zukünftig neue Brutmöglichkeiten für Fledermäuse bieten: Bürgermeister Bovenschulte, Landesvorsitzender Bernd von Bülow und  Geschäftsführer Sönke Hofmann freuen sich über das bremische Design.
Der "Fledikasten" soll zukünftig neue Brutmöglichkeiten für Fledermäuse bieten: Bürgermeister Bovenschulte (Mitte), Landesvorsitzender Bernd von Bülow (li.) und Geschäftsführer Sönke Hofmann freuen sich über das bremische Design. Foto: Senatspressestelle

Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat heute (18. Juni 2021) den NABU Bremen und das Vogelparadies Vahrer Feldweg besucht. "Das ist hier ein richtiges Refugium für Mensch und Natur und ein wahrer Schatz, den alle Bremerinnen und Bremer unbedingt einmal besucht haben sollten", zeigte sich Bovenschulte beeindruckt von dem weitläufigen Gelände. Binnen weniger Jahre haben die Naturschützerinnen und Naturschützer mit Hilfe einer großen Schar engagierter Ehrenamtlicher aus der seit Jahrzehnten ungenutzten Ziergärtnerei ein echtes Naturparadies gemacht. Schönster Erfolg bislang für den ehemaligen "Deutschen Bund für Vogelschutz": Die erste Nachtigallenbrut im NABU-eigenen Wäldchen dieses Jahr.

Der NABU engagiert sich für den Artenreichtum und mit Fledermausbrutkästen sollen die nachtaktiven Tiere neue Brutmöglichkeiten erhalten. Der "Fledikasten Nr. 1" mit Bremer Schlüssel, den der Bürgermeister vom NABU überreicht bekam, wird in Zukunft seinen Platz an der Maschinenhalle auf dem Lagerplatz Höpkens Ruh bekommen.

Sönke Hofmann, Geschäftsführer NABU Bremen, führt Bürgermeister Bovenschulte (li.) über das das Vogelparadies Vahrer Feldweg. Foto: Senatspressestelle
Sönke Hofmann, Geschäftsführer NABU Bremen, führt Bürgermeister Bovenschulte (li.) über das das Vogelparadies Vahrer Feldweg. Foto: Senatspressestelle

Auf dem Gelände des Vogelparadieses führt ein Rundweg durch den verwunschen-verwachsenen Wald, Sitzecken und Vogelbeobachtungshütten laden zum Verweilen. "Gerade für junge Familien sind wir ein häufiger Anlaufpunkt", freute sich Landesvorsitzende Bruno von Bülow, "das liegt natürlich auch an unseren Hühnern, Schafen und Eseln." Während die Schafe schon weit vor dem eigentlichen NABU-Gelände die Grabenufer im Vahrer Feldweg abweiden, dösen die Esel lieber im Schatten ihres Stalles.

Der ist wiederum typisch für den ökologischen Ansatz, den der NABU hier zeigen will: Die Fundamentplatte war schon vorhanden, einst lagerten auf ihr Torf und Gartenerde. Das Gebäude ist komplett aus Holz, großteils selbst im eigenen Wald beim Schullandheim Dreptefarm gehauen und vor Ort in Balken und Bretter zerlegt. Und auf dem ideal nach Süden geneigten Dachteil sind Photovoltaik-Module, auf den Flachdächern dahinter blühen Mauerpfeffer, Tripmadam und Fetthenne um die Wette. "Wir verbinden hier Upcycling mit Energieerzeugung und minimalen Transportwegen", erläuterte von Bülow stolz.

Viel zu entdecken gibt es auf dem Vogelparadies am Vahrer Feldweg. Foto: Senatspressestelle
Viel zu entdecken gibt es auf dem Vogelparadies am Vahrer Feldweg. Foto: Senatspressestelle

Dutzende Bigpacks mit geschredderten Flaschenkorken warten auf ihre Verwendung als Dämmgranulat. "Wir müssen ja noch die Geschäftsstelle sanieren und auch im Café die Räume dämmen", berichtet der NABU. Aus abertausenden Weinflaschen sammelten Bremer Bürgerinnen und Bürger dafür die Verschlüsse aus Naturkork, die wiederum ehrenamtlich Aktive sortierten und durch den leistungsstarken Schredder schickten.

Doch bei allem Ressourcenschutz und technischem Umweltschutz stehen die Natur und das Erlebnis im Vordergrund. "Unsere Ferienprogramme hier sind fast immer ausgebucht und auch die freien Angebote und Veranstaltungen für Erwachsene laufen sehr gut", so der Naturschützer.

Mehr Informationen unter bremen.nabu.de

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