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Drei-Millionen-Programm für Familien nach Corona ist ausgewertet

"Stark im Sozialraum": Fast 300 Projekte zur Begrenzung der sozialen Folgen

19.03.2024

Fast 300 Projekte hat das Programm "Stark im Sozialraum" im Land Bremen zwischen April 2022 und Ende 2023 gefördert, damit Familien nach den Belastungen durch die Corona-Pandemie Unterstützung erfahren. Insgesamt wurden mit 283 Projekten 41.255 Bremerinnen und Bremer in den beiden Stadtgemeinden erreicht. Diese Bilanz hat Arbeits- und Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling heute (Dienstag, 19. März 2024) dem Senat vorgelegt. Die Summe von drei Millionen Euro für dieses Programm, davon 600.000 Euro in Bremerhaven, konnte dadurch vollständig ausgeschöpft werden.

"Die Corona-Pandemie hatte vielfach soziale Problemlagen in den Familien verschärft", sagte Senatorin Dr. Schilling rückblickend. "Die vielfach nachgewiesenen Belastungen von Familien wirken sich bis heute negativ auf Kinder und deren Entwicklung aus." Das habe sich schon früh nach den ersten Quarantäne-Maßnahmen abgezeichnet. Der Senat habe das Programm daher im Dezember 2021 beschlossen und die Senatorinnen für Soziales, Jugend, Integration und Sport, für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz sowie für Kinder und Bildung gebeten, ressortübergreifend ein umfassendes Förderprogramm für die Jahre 2022 und 2023 zu erarbeiten und umzusetzen. Finanziert wurde es aus dem Mitteln des Bremen-Fonds zur Milderung der Corona-Folgen.

Der Fokus des Programms lag auf der Altersgruppe von Kindern bis zu zehn Jahren und war auf drei fachliche Schwerpunkte ausgelegt: soziale Isolation durchbrechen, Bewegung im Alltag aktivieren, seelische Gesundheit stärken. Einzelne Projekte waren etwa ein Besuch auf dem Bauernhof, Schwimmkurse, Ausflüge, Stadtteil- und Sportfeste, Zirkusangebote oder die Zubereitung von gesundem Essen. Es wurden Möglichkeiten für Kinder und ihre Familien geschaffen, sich zu bewegen, mit anderen in den Austausch zu kommen und ihre sozialen Bewältigungskompetenzen zu stärken.

"Für Schülerinnen und Schüler hatten wir mit dem Programm 'Schüler:innen stärken' ein gutes und hilfreiches Programm aus unterschiedlichen Maßnahmen gestrickt, um coronabedingte Lernrückstände abzubauen", sagte die Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Karolin Aulepp. "'Stark im Sozialraum‘ richtete sich mit den Spiel- und Bewegungsangebote besonders an kleinere Kinder und ihre Familien, die ohne große Hürden schnell und einfach genutzt werden konnten und, wie wir jetzt sehen, auch wurden."

"Wir haben das Programm ressortübergreifend in gemeinsamer Verantwortung umgesetzt", betonte Senatorin Dr. Schilling. "Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt." Die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven seien dabei eigenverantwortlich für die Vergabe der Mittel zuständig gewesen. "Die lokale Expertise ist ein bedeutender Faktor, um über sozialräumliche und niedrigschwellige Projekte zu entscheiden." Grundlage sei eine ressortübergreifende Förderkommission gewesen, die gemeinsam Anträge bewertet, beraten und entschieden habe. "So haben wir die unterschiedlichen Perspektiven unserer Senatsressorts einbringen können", sagte Senatorin Dr. Schilling weiter. Dazu gehörten Familienbildung und Familienförderung, Frühe Hilfen, präventive Kindergesundheit, Kindertagesbetreuung und Schule sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie im Quartier.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard betonte: "Dieser Ansatz hat sich als sehr effektiv erwiesen, um die physische und seelische Gesundheit der Kinder in Bremen und Bremerhaven während der Pandemie zu stärken. Die Förderkommission hat Anträge in der Gesamtschau bewertet und multiprofessionell bearbeitet. Hier können wir festhalten, dass dies eine erfolgreiche Form der ressortübergreifenden Zusammenarbeit war, die auch zu einer gemeinsamen Verantwortung für das Förderprogramm geführt hat. Im Zuge dieses Programms sind auch die Regionalen Fachkräfte für psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Bremer Quartieren entstanden und wurden nachhaltig in Bremen und Bremerhaven verankert."

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