Die Landeszentrale für politische Bildung und der Verein "Erinnern für die Zukunft e.V." bieten am Samstag, 24. Mai 2025, eine Tagesreise per Bus zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme an. Vor Ort erhalten alle Teilnehmenden eine Führung durch die Gedenkstätte. Die Kosten für Busfahrt und Eintritt in die Gedenkstätte betragen rund 30 Euro.
Im Südosten von Hamburg befand sich von 1938 bis 1945 das größte Konzentrationslager Nordwestdeutschlands, das KZ Neuengamme. Es waren mehr als 100.000 Menschen aus ganz Europa im Hauptlager und in über 85 Außenlagern inhaftiert. In Neuengamme, in den Außenlagern und bei Kriegsende im Zuge der Lagerräumungen starben mindestens 42.900 Häftlinge.
Nach Kriegsende richteten die britischen Besatzungsbehörden in dem ehemaligen Konzentrationslager für drei Jahre ein Internierungslager ein. Ab 1948 nutzte die Stadt Hamburg Gebäude und Gelände für den Strafvollzug und baute dort zwei Gefängnisse.
1965 entstand am Rand des Geländes ein Internationales Mahnmal, das 1981 um ein Ausstellungsgebäude ("Dokumentenhaus") ergänzt wurde. Ein vom Senat gefasster Beschluss zur Gefängnisverlagerung war lange politisch umstritten. Erst 2003 und 2006 wurden die beiden Gefängnisse geschlossen. Damit konnte die Gedenkstätte am Ort des ehemaligen Häftlingslagers zu einem Ausstellungs-, Begegnungs- und Studienzentrum erweitert werden.
Die Studienreise wird organisiert von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen und dem Verein "Erinnern für die Zukunft e.V.".
Treffpunkt ist um 10 Uhr am ZOB Bremen, Rosa-Parks-Ring 11-15. Um Anmeldung wird gebeten unter: www.politische-bildung-bremen.de
Weitere Informationen:
Tobias Peters, Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Tel.: (0421) 361-2098, E-Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de
Ansprechpartner für die Medien:
Werner Wick, Pressesprecher beim Senator für Kultur, Tel.: (0421) 361-16173, E-Mail: werner.wick@kultur.bremen.de