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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Neuer Glanz für die Bremer Innenstadt: Architekturbüro und Entwurf für den Neubau am Standort Parkhaus Mitte stehen fest

04.02.2025
Ansicht Pelzerstraße.
Ansicht Pelzerstraße. Foto: Hild und K

Ein neues Kapitel für die Bremer Innenstadt beginnt: Nach einem umfangreichen Wettbewerb hat sich das Münchner Architekturbüro Hild und K mit seinem innovativen Entwurf für den Neubau auf dem Gelände des zu weichenden Parkhauses Mitte durchgesetzt. Das neue Gebäude wird nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt und ein wichtiger Baustein für die zukünftige Entwicklung der Stadt.

Ein Gebäude, das verbindet

Der Entwurf von Hild und K überzeugt durch eine sensible Einbindung in das historische Stadtbild Bremens und seine klare städtebauliche Struktur. Durch einen klassischen Baukörper mit Innenhof in Anlehnung an backsteinerne Kontorhäuser greift es die Körnung und Typologie der Umgebung auf und entwickelt diese konsequent weiter. Dabei entsteht ein vielseitig nutzbares Volumen, das Straßen- sowie Freiräume aufwertet und die Innenstadt belebt.

Ansicht Innenhof.
Ansicht Innenhof. Foto: Hild und K

Ein vertikales Quartier für alle

Das Herzstück des Neubaus bildet ein großzügiger Innenhof, der als zentrales Verteilerorgan für die verschiedenen Nutzungen dient. Auf rund 12.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche vereint das neue Quartier Einzelhandel, Büroflächen, Gastronomie und Wohnen mit innovativen Konzepten wie dem „Creative Hub“ für Kreative und dem "Sharing Hub" für gemeinschaftliche Nutzung. Diese vertikale Anordnung schafft eine lebendige Atmosphäre und ermöglicht vielfältige Nutzungsoptionen bis hoch auf das Dach, die durch doppelgeschossige Durchgänge zur Lloydpassage und Pelzerstraße leicht für die Öffentlichkeit zugänglich werden.

Neue Wegebeziehungen für die Stadt

Neben den Durchgängen in den Innenhof verfolgt der gewählte Entwurf zudem eine Stärkung der Querverbindung zwischen Kreyenstraße und der Kleinen Hundestraße. Einblicke, Durchgänge und Aufgänge regen dabei zum Erkunden an, es entsteht eine neue räumliche Dramaturgie. Die Bedeutung der Straßenräume in unmittelbarer Umgebung wird weiter herausgearbeitet und der Standort stärker an die innerstädtischen Freiräume zwischen Wallanlagen und Weser angebunden.

Grafik Neubau.
Grafik Neubau. Foto: Hild und K

Angrenzende Hortentasche

Im Wettbewerb wurde zunächst mit einer angrenzenden Brandwand zum ehemaligen Horten-Kaufhaus geplant. Inzwischen gibt es jedoch erste Überlegungen, die sogenannte „Hortentasche“ zurückzunehmen, um die Kleine Hundestraße im Zuge des Neubaus attraktiver zu gestalten. Da inzwischen sowohl das ehemalige Kaufhaus als auch das neue Quartier auf dem Areal des Parkhauses Mitte von der BRESTADT entwickelt werden, ist eine solche Anpassung durchaus denkbar. Weitere Erkenntnisse zur Entwicklung der Kaufhaus-Immobilie stehen noch aus.

Abschluss des VgV-Verfahrens

Mit der Entscheidung für das Büro Hild und K aus München kommt das Vergabeverordnungs-Verfahren (VgV) zu einem Ende. Dieses diente als Grundlage für den dreistufigen Prozess über die öffentliche Auftragsvergabe des Projektes am Standort Parkhaus Mitte.

Bei einem vorausgegangenen Architekturwettbewerb waren zwei Entwürfe prämiert worden. Neben der Idee von Hild und K aus München mit dem Landschaftsarchitekturbüro Juca aus Berlin überzeugte im Oktober vergangenen Jahres auch der Entwurf des Büros Felgendreher Olfs Köchling aus Berlin mit Rabe Landschaft aus Hamburg. Nach der Wertung der Angebote und einer überzeugenden Präsentation erhielt letztlich das Büro aus München den Vorzug.

Bis diese Entscheidung zu einem Zuschlag führt, gilt ab sofort noch eine Einspruchsfrist.

Über die weitere Entwicklung

In den kommenden Monaten wird eine detaillierte Bestandsaufnahme des Areals durchgeführt und die bestehende Tragstruktur des Parkhauses analysiert, um den geplanten Rückbau optimal vorzubereiten. Zudem erfolgt eine Aufnahme der vorhandenen Versorgungsleitungen und die Erarbeitung eines feinsinnigen Konzeptes, das eine fortlaufende Anlieferung für Galeria über die Tiefgarage während der Baumaßnahmen gewährleistet.

Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung: "Der heute vorgestellte Entwurf markiert einen Wendepunkt für die Bremer City. Wo heute noch ein Parkhaus steht, entsteht morgen ein lebendiger Ort der Begegnung und des Wohnens. Der heute vorgestellte Entwurf verbindet Tradition mit Moderne und schafft ein vielseitiges Quartier, das nicht nur architektonisch überzeugt, sondern auch als Impulsgeber für die gesamte Innenstadt wirkt.

Das zeigt klar: Wir haben die Trendwende unserer Innenstadt eingeläutet, denken die Bremer Innenstadt zukunftsfest und setzen entschieden um – modern, nachhaltig und mit hoher Aufenthaltsqualität für alle unsere Bremerinnen und Bremer sowie unsere Gäste."

Heinz Riering, Geschäftsführer der BRESTADT GmbH: "Das Parkhaus Mitte war lange ein funktionaler, aber wenig attraktiver Ort. Der Siegerentwurf schafft nicht nur dringend benötigte neue Nutzungen, sondern stärkt auch die Aufenthaltsqualität und die Wegebeziehungen im Herzen der Stadt. Das VgV-Verfahren mit dem Wettbewerb stellt sicher, dass dieses Projekt städtebaulichen und gestalterischen Ansprüchen gerecht und von einem Architekturbüro realisiert wird, das mit seiner fachlichen Expertise und seinem gestalterisch anspruchsvollen Entwurf besonders überzeugt."

Bernd Botzenhardt, Geschäftsführer der BRESTADT GmbH: "Mit diesem Bauvorhaben schlagen wir ein neues Kapitel für die Bremer Innenstadt auf. Das Gebäude vereint modernes Stadtleben mit der Tradition der hanseatischen Kontorhäuser. Die offenen Durchgänge und vielseitigen Nutzungen machen diesen Ort zu einem Treffpunkt für alle Bremerinnen und Bremer – ein lebendiges Zentrum mit wichtigen Impulsen für die Innenstadtentwicklung."

Über Hild und K

Zu den Referenzen des verantwortlichen Architekturbüros zählen neben vielseitigen Bauprojekten in und um München auch der Städte- und Wohnungsbau des IBA 27 Quartiers in Stuttgart sowie das bundesweit bekannte Bikini Berlin mit Büro, Einzelhandel, Mall, Kino, Hotel und Parkgarage in Berlin. Bereits in den vergangenen Jahren konnte sich Hild und K zudem über mehrere Wettbewerbserfolge auf dem Gebiet der Stadtplanung und dem Hochbau freuen, nun auch in Bremen. Zuletzt hatten sie hier ein preisgekröntes Wohnhaus in einem achtgeschossigen gestaffelten Baukörper umgesetzt. Das Wohngebäude steht in der Bremer Neustadt.

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Fotos zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Fotos: Hild und K

Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de