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Senatskanzlei

Stahl: Gunnar Groebler zum Antrittsbesuch in Bremen

Neuer Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Stahl bei Bürgermeister Bovenschulte

17.02.2025

Zum Antrittsbesuch war am heutigen Montag (17. Februar 2025) der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Gunnar Groebler, im Bremer Rathaus. Er und Bürgermeister Andreas Bovenschulte tauschten sich bei der Gelegenheit gemeinsam mit Dr. Thomas Bünger, Geschäftsführer bei Arcelor Mittal Bremen, über die aktuellen großen Herausforderungen für die Stahlindustrie aus.

Tauschten sich über Fragen der Stahlpolitik aus (von links): Thomas Bünger (Geschäftsführer bei Arcelor Mittal Bremen), Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Gunnar Groebler, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Foto: Senatspressestelle
Tauschten sich über Fragen der Stahlpolitik aus (von links): Thomas Bünger (Geschäftsführer bei Arcelor Mittal Bremen), Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Gunnar Groebler, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Foto: Senatspressestelle

Die Branche steht schon seit langem unter großem Druck. Günstiger Stahl aus dem Ausland, insbesondere aus China, drückt in den europäischen Markt. Dies erschwert die Wettbewerbsfähigkeit europäischen Stahls.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Seitdem nun auch noch der US-Präsident für Importe von Stahl und Aluminium aus allen Ländern ein Zollsatz von 25 Prozent angekündigt hat, wird das Geschäft weiter erschwert. Um mit deutschen Stahl weiter wettbewerbsfähig zu sein, braucht es auch künftig mutige politische Entscheidungen – auch in Berlin und Brüssel."

Arcelor Mittal Bremen hat bereits die Zusage für öffentliche Fördermitteln von rund 840 Millionen Euro erhalten, um die Stahlproduktion hier im Werk zu dekarbonisieren. Der Landesanteil Bremens an dieser Förderung beträgt rund 250 Millionen Euro. Damit habe der Senat ein starkes Zeichen für den Stahlstandort Bremen gesetzt, so Bovenschulte. Es brauche aber auch den Investitionswillen der Unternehmen. Bei Arcelor Mittal Bremen fehlt noch die finale Investitionsentscheidung der Unternehmensspitze.

"Zusätzlich brauchen wir ohne Zweifel eine Senkung der Energiepreise für energieintensive Betriebe. Die schnelle Einführung eines Industriestrompreises wäre eine wichtige Maßnahme, um die Stahlbranche aber auch andere Industriebereiche zu entlasten", sagte der Bürgermeister anlässlich des Antrittsbesuchs. Ebenso sei eine Lösung zum Schutz des Außenhandels wichtig, damit die Phase des Umbaus von Unternehmen hin zur Klimaneutralität ohne eine allzu große Wettbewerbsverzerrung möglich wird.

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