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Senatskanzlei

Mit Erasmus+ in der Ausbildung ins Ausland

Auszubildende erhalten Zertifikate nach Auslandsaufenthalten

19.02.2025

Rund 60 Auszubildende aus verschiedenen Ausbildungsbereichen aus Bremen und Bremerhaven sind 2024 im Rahmen ihrer Berufsausbildung ins europäische Ausland gegangen und haben Praxiserfahrungen in einem Unternehmen vor Ort gesammelt. Heute (Mittwoch, 19. Februar 2025) haben sie dafür im Rathaus ihre Zertifikate – den Europass – von Bürgermeister Andreas Bovenschulte überreicht bekommen. Gefördert wurden die Auslandsaufenthalte durch das Bildungsförderprogramm der EU: Erasmus+.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Mut und Initiative, das beides haben die Auszubildenden bewiesen, die mit Erasmus+ im europäischen Ausland waren. In einer anderen Sprache haben sie sich in ihrem Beruf weitergebildet. Sie sind über sich hinausgewachsen, um sich persönlich und fachlich weiter zu entwickeln. Ich bin sicher, dass diese Erfahrung ihnen bei ihrem beruflichen und privaten Weg viele Türen öffnen wird."

Auszubildende, die mit Erasmus+ im Ausland waren, haben ihre Zertifikate im Rathaus von Bürgermeister Andreas Bovenschulte (Mitte) überreicht bekommen.
Auszubildende, die mit Erasmus+ im Ausland waren, haben ihre Zertifikate im Rathaus von Bürgermeister Andreas Bovenschulte (Mitte) überreicht bekommen. Foto: Senatspressestelle

Es freue ihn sehr, so der Bürgermeister weiter, dass dies möglich sei. Denn in einer Zeit, die von zahlreichen Krisen und Konflikten geprägt ist, sei der persönliche Kontakt immens wichtig. "Gegenseitiges Verständnis füreinander und wachsende Zusammenarbeit entsteht, wenn man sich persönlich auf den Weg macht." Wir alle dürften nicht vergessen, dass das Friedensprojekt Europa diese Begegnungen ermögliche. Bovenschulte dankte ausdrücklich den Berufsschulen, Betrieben und Einrichtungen wie Bildung im Ausland, dass sie diese Erfahrung möglich machten: "Ich freue mich, wenn wir diese tolle Chance noch weiter in die Berufswelt tragen und noch mehr Auszubildenden diese Erfahrungen ermöglichen. Erzählen Sie weiter, was man mit Erasmus+ alles Tolles für seine Azubis machen kann."

Leandro Osterloh, Europakaufmann, und Ulyana Yoda, Fachschülerin der Helmut-Schmidt-Schule, berichteten von ihren Auslandsaufenthalten in Wien und Sevilla.
Im Anschluss überreichte Bürgermeister Bovenschulte gemeinsam mit Mirjam Seidlitz, der Geschäftsführerin der Agentur Bildung im Ausland, die Europässe.

Durchgeführt wurde die Verleihung von der Erasmus-Koordinierungsstelle des Bremer Senats. Diese hat zum Ziel, möglichst vielen Bremerinnen, Bremern, Bremerhavenerinnen und Bremerhavenern die Möglichkeiten des Erasmus+ Programms zu eröffnen.

Die ausgezeichneten Auszubildenden verbrachten zwischen drei Wochen und drei Monaten in einem europäischen Land, arbeiteten dort in ihrem Beruf, sammelten Berufserfahrung, erwarben Fremdsprachkenntnisse und vertieften interkulturelle Kompetenzen. Einige von ihnen waren mit dem Programm im Anschluss an ihre Ausbildung für zwölf Monate im Ausland. Unter den Teilnehmenden waren unter anderem Speditionskaufleute, Veranstaltungskaufleute, Pflegefachkräfte, Kaufleute für Büromanagement und Industriekaufleute. Einige Teilnehmende machten den Auslandsaufenthalt im Rahmen ihrer Zusatzqualifikation Europakaufmann/-frau.

Ermöglicht wurden die Auslandserfahrungen durch die aktive Unterstützung durch die jeweiligen Berufsschulen und Unternehmen sowie durch die Agentur Bildung im Ausland, die sich neben der Organisation auch um die finanzielle Förderung über Erasmus+-Gelder kümmerte und die Teilnehmenden während ihrer Erfahrungen pädagogisch begleitete.

Ulyana Yoda, Fachschülerin der Helmut-Schmidt-Schule, berichtete von ihrem Auslandsaufenthalt in Sevilla.
Ulyana Yoda, Fachschülerin der Helmut-Schmidt-Schule, berichtete von ihrem Auslandsaufenthalt in Sevilla. Foto: Senatspressestelle

Hintergrund

Erasmus+
Erasmus+ ist das Förderprogramm der EU für allgemeine, berufliche und Erwachsenenbildung, Jugend und Sport. Es fördert europaweiten Austausch und Zusammenarbeit in allen genannten Bildungsbereichen.
Das Programm Erasmus+ richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, im Lehrbetrieb tätige Menschen, Ehrenamtliche, Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer sowie an im Sport tätige Menschen und Organisationen. Besonders angesprochen sind alle, die das Programm bisher wegen ihrer persönlichen oder sozialen Situation oder wegen struktureller Faktoren nicht erreicht hat. Der Zugang für alle Menschen und Organisationen soll erleichtert werden – beispielsweise durch eine zusätzliche Förderung über den europäischen Sozialfonds, um sozioökonomisch benachteiligte Menschen zu erreichen.
Die für die aktuelle Programmperiode (2021-2027) gesetzten Prioritäten zielen darauf ab, lebenslanges Lernen zu fördern, nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen, sozialen Zusammenhalt und die europäische Identität zu stärken sowie Innovationen voranzutreiben. Im Zentrum des Programms stehen dabei die Themen Inklusion und Diversität, Digitalisierung, politische Bildung und Nachhaltigkeit, die eng miteinander verbunden sind. Nicht zuletzt mit diesen Elementen soll Erasmus+ aktiv dazu beitragen, einen gemeinsamen Europäischen Bildungsraum zu schaffen.

Der Europass-Mobilitätsnachweis
Wer im Rahmen seiner (hoch-)schulischen oder beruflichen Ausbildung ein Praktikum oder ein Studiensemester im europäischen Ausland absolviert und sich dieses von Erasmus+ fördern lassen hat, erhält einen Europass als Nachweis für die absolvierte Auslandserfahrung. Dieser soll die erworbenen Fähigkeiten einfach, konsistent und in europaweit nachvollziehbarer Weise darstellen: Das Dokument gibt Aufschluss über die Funktion und Verantwortlichkeiten, arbeitsbezogene Kompetenzen, Sprachkenntnisse, digitale Kompetenzen, Organisations- und Führungskompetenz sowie Kommunikationsfähigkeiten, die die Person in ihrer Mobilitäterfahrung erlangt hat. Das Zertifikat ist so eine wertvolle Ergänzung zum Lebenslauf und kann zum Beispiel Bewerbungen beigefügt werden.

Für Rückfragen zu Erasmus+:
Hannah Volkers, Leitung Erasmus-Koordinierungsstelle, Tel.: (0421) 361-54407, E-Mail: hannah.volkers@europa.bremen.de

Ansprechpartner für die Medien:
Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de